Neues Technikmuseum in Dresden-Friedrichstadt

Claus Rost (l.) und Klaus Habermann zeigen die Modellbahn TT auf der Anlage für den deutschen-deutschen Grenzverkehr. Die ist Teil des neuen Museums. Foto: Sven Ellger
Claus Rost (l.) und Klaus Habermann zeigen die Modellbahn TT auf der Anlage für den deutschen-deutschen Grenzverkehr. Die ist Teil des neuen Museums. Foto: Sven Ellger

Die Modell-Eisenbahn fährt schon einmal. Sie dreht ihre Runden auf der Platte, fährt von Ost- nach Westdeutschland und wieder zurück. Die kleine Bahn der Serie TT auf der Anlage zum deutsch-deutschen Grenzverkehr ist eins der Highlights im neuen Technikmuseum in der Friedrichstadt. In einem der Klinkerbauten im ehemaligen Bahnbetriebswerk an der Hamburger Straße 39b haben die Mitglieder aus dem Verein Eisenbahn- und Industriegeschichte Friedrichstadt ihr Domizil gefunden.

Hier bauen sie in den kommenden Wochen ihre Welt aus alter Technik und Eisenbahnerträumen auf. „Gerade die Friedrichstadt ist interessant für ihre Industrie“, sagt der Vorsitzende Claus Rost. Im Museum soll an die alte Schreibmaschinenfabrik, den Schlachthof in der Flutrinne, die Arbeit im Hafen und die Eisenbahnhistorie des Stadtteils erinnert werden. Um die geht es auch im Eisenbahnmuseum an der Zwickauer Straße. Bis zum vergangenen Jahr hat sich Claus Rost dort engagiert und das dortige Dampfloktreffen mit Tausenden Besuchern organisiert. Viel Arbeit für ein Ehrenamt. Nun will Claus Rost mit dem neuen Verein ruhiger treten.

Im Januar wurde der Verein gegründet. Bisher gehören acht Mitglieder dazu. Andere Vereine arbeiten mit den Friedrichstädter Technikfreunden zusammen. So der Hafenverein, der Verein historische Friedrichstadt und die Initiative Sächsische Eisenbahngeschichte. Die stellt eins der größten Exponate zur Verfügung: einen Altenberger Wagen, einen Personenwagen aus den 1930er-Jahren. Zudem soll bald ein alter Hilfsgerätewagen mit Notfalltechnik als Dauerleihgabe an die Hamburger Straße kommen. Dafür arbeitet das neue Museum mit der Deutschen Bahn zusammen. „Wir wollen, dass sich auf dem Gelände auch andere Vereine aus der Friedrichstadt präsentieren“, sagt Claus Rost.

Das Museum soll zweimal im Monat an den Sonnabenden öffnen. Vom 6. bis 8. April, je 11 bis 18 Uhr, ist das Eröffnungswochenende geplant. Dann sind Modellbahnen und der Personenwagen zu sehen. Es gibt Fahrten durch die Friedrichstadt. Gleichzeitig findet das zehnte Dampfloktreffen in der Zwickauer Straße statt. Als Konkurrenz will Claus Rost sein Museum aber nicht verstanden wissen. „Eher als Ergänzung“, sagt er. So fährt ein Busunternehmen seine Kunden erst an die Hamburger Straße, dann zum Dampfloktreffen. (Von Annechristin Bonß)

 

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