10 Jahre DAWO! Teil 3: unsere Druckerei

Fleißige Produktionshelferinnen kümmern sich um die Beilagen. // Fotos: sbu

Kaum zu glauben! Dresdens beliebteste Wochenzeitung DAWO! wird in diesem Jahr bereits zehn Jahre alt. Anlässlich des großen Jubiläums im November möchte sich die Redaktion bei ihren treuen Lesern bedanken und veröffentlicht in den kommenden Wochen bis Anfang November jeweils eine Sonderseite mit spannenden Themen – wir beleuchten alle Facetten unserer Zeitung, von der Redaktion bis zur Vermarktung. Am 9. November präsentieren wir eine spektakuläre Sonderausgabe mit unzähligen Highlights für unsere Leser.

Gedruckt, geschnitten, gefalzt, gefüllt – so entsteht die DAWO!

Über 170.000 Exemplare müssen gedruckt, Millionen Beilagen eingeschoben und eine Verteillogistik für die ganze Stadt organisiert werden – und das innerhalb weniger Stunden. „Der Druck der DAWO! ist für uns jede Woche eine spannende und abwechslungsreiche Aufgabe“, erklärt Produktionsleiter Mischa Hachenberger aus der DDV-Druckerei in Hellerau. Er verantwortet den Druck von Sächsischer Zeitung, Morgenpost, DAWO! und Co.

Druck startet mitten in der Nacht

Jeden Donnerstag gegen 20 Uhr werden die Druckdaten der DAWO! aus dem Haus der Presse an die Druckerei gesendet. Da auf dem Heller mit dem Offset-Druckverfahren gearbeitet wird, müssen zunächst Druckplatten aus Alu hergestellt werden. Diese sind so beschichtet, dass die Farbe nur an bestimmten Stellen hält, nämlich dort, wo später Farbe auf der Zeitung zu sehen sein wird. „Die Platten werden jeweils für die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz hergestellt“, so Hachenberg. Für jede DAWO! werden wegen der hohen Auflage wöchentlich 1 500 bis 3 000 solcher Platten hergestellt, da diese verschleißen. Je nachdem, wie viele Seiten die DAWO! zählt und wie viele Beilagen eingeschoben werden, fangen die Druckertürme bereits gegen 2.30 Uhr an zu laufen. Zuerst wird eine große Papierrolle bedruckt.

Die Aluplatten werden mit Farbe versehen, die sie wiederum auf eine Gummirolle übertragen. Diese läuft dann über die Papierrolle und der eigentliche Druck findet statt. Anschließend wird das Papier geschnitten, und die Zeitungen werden gefalzt. Dann kommen die Zeitungen auf ein Förderband und werden in eine große Halle weitergeleitet. Je nachdem, wie viele Seiten die DAWO! hat, kann der Druck bis zum Mittag dauern. Bis zu 48 Seiten sind theoretisch möglich. „Doch bei der DAWO! funktionieren in der Regel nicht mehr als 24 Seiten, da die Beilagen noch in die Zeitung müssen“, sagt Hachenberger.

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So kommen die Beilagen in die DAWO!

Ist Dresdens Wochenzeitung einmal gedruckt, ist die Arbeit noch lange nicht getan. Denn anders als bei den anderen Zeitungen wie SZ oder den DNN werden in die DAWO! nämlich noch jede Menge Kundenbeilagen und Werbebroschüren eingeschoben – bis über 20 Stück sind möglich. Dafür rollt die DAWO! nach dem Druck über eine spezielle Maschine. „Die Zeitung wird dann mechanisch auseinander gedrückt und die Beilagen werden ‚eingeschossen‘“, erklärt Hachenberger.

Eingespeist werden diese über sogenannte Einstecktrommeln, die jeweils von fleißigen Produktionshelfern befüllt werden. Die Beilagen werden entweder unter der Woche in der Druckerei selbst hergestellt – oder deutschlandweit agierende Großkunden wie beispielsweise OBI liefern ihre Prospekte selbst an. „Im Anschluss werden die Wochenzeitungen in Verteilpakete für die jeweiligen Stadtteile gestapelt und auf LKWs verladen“, erklärt Hachenberger. Je nach Zeitungsgröße verlassen dann zwischen Vormittag und Mittag die ersten LKWs die Druckerei und bringen die DAWO! in die Verteilzentren des Zustellunternehmens.

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