Heino mit Paukenschlag in Dresden

Yuri Revich, Heino und Manager Helmut Werner (v.l.) bei der Pressekonferenz im Taschenbergpalais. Scannen Sie das Bild für ein Interview mit Heino. Foto: Jens Fritzsche

Nein, ein Zufall ist es nicht, dass diese durchaus überraschende Tournee in Dresden starten wird! Heino – der sich in den vergangenen Jahren ja immer wieder neu erfunden hat, vom Volksmusiksänger zum Schlagerstar und zuletzt gar zum harten Rocker wurde – beginnt am 6. Oktober 2020 im Kulturpalast in Dresden seine Tour „Heino goes Klassik“. Gemeinsam mit dem 29-jährigen Ausnahme-Violinenvirtuosen Yuri Revich wird Heino samt 30-köpfigem Orchester und seiner Band auf der Bühne stehen und unter anderem Werke von Bach, Beethoven oder auch Mozart präsentieren. „Natürlich sind auch meine Hits wie der Enzian dabei oder Lieder aus meinen Rock-Alben, aber eben in ungewohntem, klassischen Gewand“, kommt Heino hörbar ins Schwärmen, als er Anfang der Woche im Dresdner Taschenbergpalais den Medien über seine Pläne erzählt. Ein solches Programm, sagt er, „war bis dato noch nicht da gewesen“. Spannend sei dabei vor allem, „dass hier ja Klassikliebhaber auf Fans von volkstümlicher Musik, Schlagerbegeisterte auf Rockmusikfans treffen“. Generationen werden sich hier begegnen, „denn durch meine Rockplatten habe ich den Altersdurchschnitt in meinen Konzerten um 40 Jahre gesenkt“, schmunzelt Heino.

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Die 20 schönsten Konzerthäuser

Das Thema Rockmusik war dabei durchaus ein Wagnis, räumt der Sänger ein. „Meine Frau Hannelore hat gesagt, ich sei verrückt, als ich ihr damals von der Idee erzählt hatte, Lieder von Rammstein oder den Toten Hosen zu singen.“ Aber ein bisschen verrückt müsse man ja ohnehin in diesem Geschäft sein, fügt er fröhlich grinsend an. Diesmal hat Heinos Frau keine Bedenken, ganz im Gegenteil, verrät er. „Als ich Hannelore gesagt habe, ich will noch einmal zurück zu meinen musikalischen Wurzeln, will mal nicht laut, sondern schön singen, fand sie, dass dies sehr gut zu mir passt.“ Seit mittlerweile 40 Jahren sind die beiden ein Paar, „und wir wollen auf jeden Fall mindestens die 50 schaffen“, macht der 80-Jährige klar.
Fit für die Tour ist er jedenfalls, unterstreicht Heino. „Und wir haben uns die 20 schönsten Konzerthäuser ausgesucht“, freut sich auch Heinos neuer Manager Helmut Werner. Vielleicht, sagt er dann sogar vielsagend wenig sagend, „vielleicht ist Heino ja auch bald mal in der Semperoper zu erleben …“ Beim anstehenden Semperopernball, wie einige Medien gleich mutmaßten?

Kindheit in der Nähe von Dresden

Zu Dresden hat Heino jedenfalls eine ganz besondere Beziehung, sodass es wie erwähnt kein Zufall ist, dass die Tour hier an der Elbe beginnt. Während des Krieges war Heino als Kind aus dem zerstörten Düsseldorf nach Großenhain vor die Tore Dresdens umgezogen, „dort bin ich auch eingeschult worden, bevor ich dann nach dem Krieg mit meinen Eltern zurückgegangen bin“, denkt der 1938 in Düsseldorf-Oberbilk als Heinz Georg Kramm geborene Heino zurück. Jens Fritzsche

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