Weniger Auszubildende im Handwerk

Symbolfoto: Adobestock

Die Folgen der Corona-Pandemie sind auch auf dem Ausbildungsmarkt spürbar. Zum Start des Ausbildungsjahres beginnen in Sachsen weniger junge Menschen eine Lehre im Handwerk als im vergangenen Jahr.

Mit einem leichten Rückgang an unterschriebenen Lehrverträgen im Handwerk startet die Landeshauptstadt Dresden in das neue Ausbildungsjahr. Während zur gleichen Zeit im Vorjahr 586 junge Frauen und Männer ihren Ausbildungsvertrag unterschrieben hatten, sind es nach aktuellem Stand (31. August 2020) bisher 553 Auszubildende für das neue Ausbildungsjahr. Das entspricht einem Minus von rund 5,9 Prozent.

Mit Blick auf den gesamten Kammerbezirk Dresden, zu dem neben der Landeshauptstadt Dresden auch die Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zählen, kann das ostsächsische Handwerk auf eine positive Gesamtentwicklung blicken. Im Kammerbezirk haben im aktuellen Jahr 1.794 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag bei einem Handwerksbetrieb unterschrieben. Das entspricht einer Steigerung von rund 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Diese erste Zwischenbilanz zeigt, dass das Handwerk trotz Corona-Krise ausbildungsbereit ist. Vor allem in den Berufen der Bau- und Ausbaugewerke sowie der Holzgewerbe ist sogar ein Anstieg um ein Drittel der Lehrverträge im Vergleich zum Vorjahr zu sehen. Diese Berufe haben in der Krise gezeigt, wie systemrelevant das Handwerk ist“, erklärt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. „Allerdings ist eine Bilanz erst am Jahresende verbindlich bewertbar, wenn alle Lehrverträge auf dem Tisch liegen.“, so Brzezinski weiter.

Aktuell ist die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker mit 77 unterzeichneten Lehrverträgen in Dresden die beliebteste Berufswahl – darunter befinden sich drei Frauen. Platz zwei belegt mit 44 Lehrverträgen der Beruf des Elektronikers und auf dem dritten Platz rangiert mit 36 Lehrverträgen der Beruf des Friseurs.

Einen Überblick über freie Lehrstellen und Praktikaplätze in Ostsachsen bieten die Online-Börsen der Handwerkskammer Dresden. Derzeit sind dort mehr als 270 Lehrstellen-Gesuche von Handwerksfirmen aus den Landkreisen Meißen, Bautzen, Görlitz, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie aus der Landeshauptstadt Dresden für das kommende Lehrjahr verzeichnet.

Unter www.hwk-dresden.de/einfachmachen haben Jugendliche die Möglichkeit das passende Angebot für sich zu finden.

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  1. Zur momentanen Arbeitssituation in Sachsen - DAWO! - Dresden am Wochenende

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