E-Bikes – von A wie Akku-Lagerung bis Z, wie zusätzliche Versicherung

Trotz oder gerade wegen der Pandemie freut sich die E-Bike-Branche über den anhaltenden Boom, was nicht zuletzt auch mit daran liegen kann, dass viele Pendler lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Nachfrage nach den komfortablen Drahteseln ist weiterhin höher als das Angebot. Käufer der Fahrräder mit Elektromotor sind gut beraten, sich über die Anschaffung hinaus mit einigen Faktoren zu beschäftigen, um unnötigen Kosten vorzubeugen.

Ist zusätzlich eine Versicherungen für das E-Bike nötig oder reicht eine Hausratversicherung?

Preise im vierstelligen Bereich sind beim Kauf von E-Bikes üblich – viele Modelle liegen zwischen 2.000 und 4.000 Euro. Besonders hochwertige und umfassend ausgestattete Varianten können im fünfstelligen Bereich landen. Bei einem derartigen Wert steigt die Sorge um einen potenziellen Diebstahl. Und die Wahrscheinlichkeit ist hierfür leider sehr hoch einzuschätzen. Hinzu kommt, dass die Chancen, das kostbare Rad wiederzubekommen, minimal sind. Ohne Versicherungsschutz erhalten Besitzer keinerlei Entschädigung. Die Hausratversicherung genügt für E-Bikes in der Regel nicht.

Das Risiko eines E-Bike-Diebstahls ist nicht zu unterschätzen. Jedes Jahr wechseln mehrere tausende Fahrräder ungewollt den „Besitzer“. Darunter zahlreiche E-Bikes und die Diebe werden immer skrupelloser. Beispielsweise berichtete Nordbayern von einem dreisten Diebstahl am Erlangener Bahnhof, bei dem ein Faltschloss trotz Passanten in aller Seelenruhe durchgeflext und das Rad in einem bereitstehenden Lieferwagen abtransportiert wurde. Der Täter wurde nicht gefasst. In der Trachauer Straße sowie der Ostra-Allee in Dresden wurden E-Bikes wiederum aus Schuppen beziehungsweise von einem Pkw-Heckträger gestohlen (siehe DAWO-Polizeibericht).

Eine konkrete E-Bike-Versicherung ist deutlich umfangreicher und deckt wesentlich mehr Risiken ab. Neben dem allgemein höheren Wert im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrrad und dem Diebstahlschutz berücksichtigen diese Policen die elektronischen Besonderheiten. „Die E-Bike Versicherung deckt deshalb auch technische Ausfälle oder Defekte an der Akkueinheit oder anderem Zubehör ab“, erklärt Matthias Neumann von E-Bike-Versicherung.org. E-Bike-Versicherungen greifen sowohl tagsüber als auch nachts und Einschränkungen bezüglich des Abstellorts sind bei seriösen Angeboten im Schadensfall keine zu erwarten. Worauf es beim Abschluss einer derartigen Police außerdem ankommt:

  • Absicherung bei Teildiebstahl, Raub
  • Versicherungsschutz im Ausland (z. B. für Urlaubsreisen)
  • Abdeckung von Vandalismus sowie
  • Sturz- und Unfallschäden,
  • Unsachgemäße Handhabung,
  • Naturgefahren (z. B. Sturm und Hagel)
  • und Produktionsfehler

Hausratversicherungen übernehmen einen Diebstahl nur dann, wenn das E-Bike aus abgeschlossenen Räumlichkeiten wie der eigenen Wohnung oder dem Kellerraum im Mehrfamilienhaus des Versicherten gestohlen wird. Für Versicherungsschutz auf offener Straße ist eine zusätzliche Klausel für Fahrräder nötig.

Der richtige Umgang mit einem E-Bikes

Je mehr Technik und Elektronik, desto mehr potenzielle Defekte können auftreten. Auch bei E-Bikes besteht bei falscher Handhabung die Gefahr, dass Besitzer selbst Schäden am eigenen Rad verursachen. Um dies zu vermeiden, sollten sich E-Biker vorab über den optimalen Umgang mit den Rädern informieren. Hervorzuheben ist dahingehend der Akku. Dieser sollte bei Nichtgebrauch vor Hitze, Feuchtigkeit und Kälte geschützt werden. Auch bei längeren Pausen auch während einer Radtour ist es ratsam, den Akku nicht am Fahrrad zu belassen, wenn es der prallen Sommersonne ausgesetzt ist. Beim Einlagern im Winter sollte der Akku weder komplett vollgeladen noch vollständig entladen sein.

Der ideale Akku-Ladezustand für die Lagerung unterscheidet sich je nach Hersteller und kann beispielsweise zwischen 30 und 60 Prozent betragen. Akkus sind grundsätzlich trocken und bei Raumtemperatur abseits direkter Sonne und Wärmequellen aufzubewahren.

E-Bikes und Akkus besser geschützt transportieren

Beim Transport von E-Bike mit dem Auto ist Vorsicht geboten – der Akku ist stets aus dem Fahrrad zu entnehmen und im Auto zu verstauen. „Der Akku muss so untergebracht werden, dass er keinen mechanischen Stößen, Quetschungen oder großer Hitze ausgesetzt ist, sonst kann es zu einem Kurzschluss oder Brand kommen“, erklären die Experten unter dekra.de zum sicheren E-Bike-Transport. Der Gefahrgutexperte bei der Prüfgesellschaft Thomas Schneider warnt, dass die Kontakte deshalb auch nicht mit leitendem Material in Kontakt kommen dürfen.

Um den Akku-Transport zu erleichtern, rät die Dekra zu gepolsterten Akku-Hüllen mit Hitzeschutz. Antriebseinheiten, Fernbedienungen am Lenker und die Anschlusskontakte für die Batterie am E-Bike lassen sich während der Autorfahrt mit wasserdichten Abdeckungen vor Nässe schützen.

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