Mitmachen und gewinnen: Glücksort des Monats

Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden gibt es eine Menge zu entdecken: Den „Daumenabdruck“ August des Starken oder auch ein Denkmal für den Maler Caspar David Friedrich. // Fotos: Jens Fritzsche

Jeden Monat stellen wir einen Glücksort aus der Region vor und verlosen tolle Gewinne von Sachsenlotto! Im Januar: Der geheimnisvolle Daumenabdruck August des Starken.

Er hat Spuren hinterlassen in Dresden. In seinem Dresden. August der Starke, glanzvoller Prunk-Kurfürst und legendenumwobener Frauenschwarm. Kein Sachsenherrscher vor und auch keiner nach ihm hat Dresden so seinen Stempel aufgedrückt wie er. Das barocke Zeitalter, von dessen Glanz Dresden noch heute profitiert und dessen Bauten, Kunst- und Kulturschätze bis heute alljährlich Millionen Touristen an die Elbe locken, dieses Zeitalter ist untrennbar mit ihm und den zahllosen Legenden verbunden, die sich um ihn ranken.

Ein Frauenschwarm soll er bekanntlich gewesen sein; angeblich habe er 354 Kinder mit seinen Mätressen und zahlreichen Liebschaften gehabt haben. Verbürgt sind allerdings lediglich neun Kinder, mit seinen insgesamt zwölf Mätressen. Hinzu kommt sein einziger ehelicher Sohn. Der, Friedrich August II. von Sachsen, hatte zwar nur eine Frau und keine Mätressen, dafür aber 15 Kinder …

Legenden ranken sich jedenfalls eine Menge um den 1733 verstorbenen Sachsenherrscher, der wohl tatsächlich seinen Namen „der Starke“ zu recht trug. Auch, wenn es wohl eher ins Reich der Märchen gehört, dass er einen spielenden Trompeter an seinem ausgestreckten Arm über die Brüstung des Stephansdoms in Wien gehalten haben soll. In seinem Dresden hingegen soll der starke August Hufeisen verbogen und einen Daumenabdruck im stählernen Geländer der Brühlschen Terrasse hinterlassen haben. Dieser Daumenabdruck ist zwar heute ein wirklich beliebtes Fotomotiv für Touristen und Einheimische, eine „barocke Fakenews“ ist das Ganze allerdings trotzdem. Denn das Geländer wurde erst 14 Jahre nach dem Tod des Kurfürsten aufgestellt. Wer diesen vermeintlichen Daumenabdruck dort hinterlassen hat, ist bis heute unbekannt. Wie auch, warum nur wenige Meter neben dem „Original“ eine nicht wirklich gelungene „Fälschung“ zu finden ist.

Apropos finden. Die Suche nach dem Fingerabdruck ist dabei nicht nur für Touristen ein beliebtes (Glücks)Spiel. Auch Einheimische machen sich regelmäßig auf, die richtige Stelle auf der Brühlschen Terrasse zu finden. Ein nicht wirklich leichtes Unterfangen; immerhin runde 500 Meter lang ist das eiserne Geländer des „Balkons Europas“.

Wer also beispielsweise eine Idee für einen spannenden Familienausflug sucht, ohne sich erst ins Auto setzen zu müssen, sollte sich einfach mal auf den Weg ins Zentrum der Dresdner Altstadt machen.

Und zu sehen gibt es hier ja ohnehin eine Menge. So sind auf der Brühlschen Terrasse zahlreiche Plastiken zu finden. Seit 1876 zum Beispiel eine überlebensgroße Porträtbüste des bekannten Bildhauers Ernst Rietschel. Am Sockel ist zu lesen „Auf der Stätte seines Schaffens“, was ein Hinweis auf Rietschels einstiges Atelier ist, das hier einst im längst verschwundenen Brühlschen Gartenpavillon sein Domizil hatte. Aber nicht nur historische, sondern auch recht neue Kunstwerke gibt es hier zu entdecken. Gegenüber der Treppe hinunter zur Münzgasse beispielsweise ist ein Planetensystem in den Boden eingelassen. Das stammt aus dem Jahr 1988, geschaffen von Vinzenz Wanitschke. Das System ist Teil einer Skulptur mit dem Titel „Erde und Planeten“. Spannend ist jedoch nicht nur, was auf der Brühlschen Terrasse zu entdecken ist, sondern auch, was es „darin“ zu erleben gilt. Zumindest, solange es Corona zulässt. Denn in der Festung Dresden lockt die interaktive „FestungXperience“.

Also, auf zu einer Entdeckung, von der die meisten glauben, sie eigentlich zu kennen. Auf zur Brühlschen Terrasse samt Augusts „Daumenabdruck“.

Quizfragen:

  • In welchem Jahr starb Sachsenherrscher August der Starke?
  • Wie viele Kinder soll der Starke August gehabt haben?
  • Wie viele „Daumenabdrücke“ August des Starken sind im Geländer zu finden?

In Zusammenarbeit mit Sachsenlotto präsentiert DAWO! ab sofort monatlich einen Glücksort in der Region. Unsere Leser sind aufgerufen, diesen Ort zu besuchen und Quiz-Fragen zu beantworten an DAWO!-Glücksorte, DAWO!, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden, oder per Kommentar unter diesem Beitrag. Unter allen Teilnehmenden verlosen wir dann jeweils zwei Wochen später zwei Rubbellose „7.500 € monatlich — 5 Jahre lang“ von Sachsenlotto (Gewinnchance rd. 1:1,2 Mio.). Die Auflösung erscheint am 29. Januar 2022. Teilnahme ab 18 Jahren.

JENS FRITZSCHE

14 Kommentare

  1. August der Starke starb 1733.
    Er soll 354 Kinder gehabt haben.
    Ein „Daumenabdruck“ Augusts ist symbolisch im später erbauten Geländer zu finden.

  2. In welchem Jahr starb Sachsenherrscher August der Starke? 1733
    Wie viele Kinder soll der Starke August gehabt haben? wohl 354
    Wie viele „Daumenabdrücke“ August des Starken sind im Geländer zu finden? nur einer (wenn auch das Geländer erst später gebaut wurde)

  3. 1. 1733
    2. 354 Kinder
    3. Absolut korrekt: 0 (Das Geländer wurde erst nach seinem Tod gebaut), ihm zugeschrieben 1 Abdruck, erkennbar sind es aber 2 Abdrücke.

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