Bauland- und Hauspreise deutlich teurer

Wer heute ein Haus bauen lässt, muss mit Verknappungen und Verzögerungen beim Materialnachschub rechnen. // Foto: DJD

Blick auf den Immobilienmarkt 2021: Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Stadt legt wesentliche Eckdaten zu Preis- und Umsatzentwicklungen vor

Bauen und Immobilien kaufen hat sich im vergangenen Jahr erneut verteuert. Wer zum Beispiel etwas Land für den Bau eines freistehenden Einfamilienhauses gekauft hat, musste im Schnitt 340 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche zahlen. Im Jahr 2020 lag der Preis noch bei 300 €/qm. Das entspricht einem Anstieg um satte 13 Prozent. Ein Teil dieser Steigerung lässt sich durch die im Vergleich zu 2020 höhere Anzahl von Grundstücksverkäufen in guter Wohnlage erklären.
Preiswerter waren dagegen Grundstücke für den Bau von Mehrfamilienhäusern, hier sank der Preis auf 635 Euro pro Quadratmeter gehandelt (2020: 720 Euro/m²).

Teure Einfamilienhäuser

Um fast zehn Prozent verteuert hat der Kaufpreis für freistehende Einfamilienhäuser. Ein solches Haus, ab 1992 gebaut, kostete im Schnitt knapp 645.000 Euro, das waren 4.400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (Vorjahr: 3.990 Euro/m²). Für eine ab 1992 gebaute Doppelhaushälfte wurden im Schnitt 490.000 Euro verlangt, umgerechnet also 4.330 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Im Jahr zuvor lag der Preis um zwölf Prozent niedriger.

Preissteigerung auch bei Geschossbauten

Auch sanierte Mehrfamilienhäuser der Vorkriegszeit verteuerten sich. Durchschnittlich wurden 2.390 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt, also rund sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Nach 1990 errichtete Mehrfamilienhäuser wurden im Geschäftsjahr 2021 zu durchschnittlich 3.530 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gehandelt; dieser Wert liegt rund neun Prozent über dem Wert aus dem Vorjahr.

Elf Prozent plus bei Eigentumswohnungen

Der Weiterverkauf von Wohneigentum als Wertanlage hat sich 2021 ebenfalls gelohnt. Der durchschnittliche Kaufpreis stieg in diesem Segment von 2.360 Euro pro Quadratmeter auf 2.620 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und damit um rund elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei erstverkauften, neu errichteten Eigentumswohnungen stiegen die Preise innerhalb eines Jahres von 4.625 Euro pro Quadratmeter auf 4.985 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (+ acht Prozent). Vor zehn Jahren lag der Quadratmeterpreis hier noch bei 2.460 Euro, also fast halb so niedrig.

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