Borkenkäfer-Invasion ist nicht nur negativ

Ein Borkenkäfer sitzt auf dem Daumen eines Mannes. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv
Ein Borkenkäfer sitzt auf dem Daumen eines Mannes. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

„Pirna/Bad Schandau (dpa/sn) – Sachsens Wälder werden derzeit vom Borkenkäfer heimgesucht. Immerhin wusste der Staatsbetrieb Sachsenforst der Invasion in Teilen des Nationalparks Sächsische Schweiz am Mittwoch etwas Gutes abzugewinnen. Denn im Ruhebereich des Parks, der etwa die Hälfte der Gesamtfläche umfasst, wird der Schädling als Verbündeter bei der natürlichen Waldentwicklung betrachtet. «Hier gilt der Grundsatz des Nationalparks – Natur Natur sein lassen!», hieß es. Durch das Absterben insbesondere von Fichten werde die Entstehung stabiler Naturwälder gefördert.

«Sobald befallene Fichten abgestorben sind, beginnt unter ihrer Krone eine intensive Wiederbewaldung mit verschiedenen, natürlich vorkommenden Baumarten. Ohne Unterstützung des Menschen entsteht der Naturwald von morgen», teilte die Behörde mit. Abgestorbene Fichten verblieben im Kreislauf der Natur und dienten als Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Pilzen und Moosen sowie als Nährstoffspeicher für die nachfolgende Waldgeneration. Allerdings hört das Verständnis für den Borkenkäfer dort auf, wo der Pflegebereich des Nationalparks beginnt. Dort gelten wie anderswo Schutzmaßnahmen.“

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