Skateranlage an der Lingnerallee wird umgebaut

Skateranlage
So soll die neue Skateranlage an der Lingernallee aussehen. Visualisierung: DSGN CONCEPTS

Hinterher ist man immer schlauer. Das tritt auch auf die über 20 Jahre alte Skateranlage an der Lingnerallee zu: Manche Abstände der Elemente zueinander hätten größer sein sollen, manche höher oder niedriger, einzelne Elemente wurden nie befahren.

Doch das ist eh Geschichte, denn ab 9. März wird alles umgebaut. Nach zwei Jahrzehnten intensiver Nutzung weist die Anlage zum Teil starke Verschleißspuren auf, vor allem eine Absenkung von Flats, wodurch Stolperkanten sowie Risse im Beton und Ausbrüche an Fugen entstanden.

Auf derselben Fläche und mit annähernd der gleichen Flächenaufteilung wird vor allem der in Richtung Großer Garten gelegene Betonbereich der Anlage grundsätzlich umgestaltet. Rund 800.000 Euro nimmt die Stadt für Planung und Bau in die Hand. 70 Prozent davon werden über Fördermittel finanziert, weil die Skate-Anlage Lingnerallee im Fördergebiet „Dresden Johannstadt/Pirnaische Vorstadt“ liegt und ist Teil des Förderprogramms „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung“ ist.

Welche Elemente gibt es künftig auf der Anlage?

„Es wird eine moderne und attraktive Anlage entstehen, die sich noch mehr als bisher an den Wünschen der Nutzenden orientiert und Spaß am Rollsport sowie einen Treffpunkt für Jung und Alt bietet. Die Planung der Skate-Anlage ist bereits auf die spätere Offenlegung des Kaitzbaches abgestimmt“, verspricht Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen.

Gebaut wird ein System urbaner Skate-Elemente, eine Mischung aus organisch radialen (Quarters) und schrägen Rampen (Banks), die mit Ledges (Mauern), Rails (Geländer) und Curbs (Blöcken) ergänzt werden. Dadurch entstehen Fahrwege in mehreren Schwierigkeitsgraden und für verschiedene Rollsportgeräte. Außerdem wird die Asphaltfläche um einen kleinen Bereich an der Miniramp erweitert. Anfänger, die ihre ersten Schritte auf Inlineskates versuchen, bekommen etwas mehr Raum. Danach lässt sich die Skate-Anlage wieder mit nahezu allem benutzen, was Rollen hat. Skateborder, Inlineskater, BMX- und Scooter-Fahrer und auch Rollstuhlfahrer können sich auf der Anlage sportlich betätigen.

Errichtet werden die Skate-Elemente mit sogenanntem Ortbeton, der direkt auf der Baustelle in eine Schalung gegossen wird. Die Bauarbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein. Bis dahin können Freunde des Rollsports andere Skate-Anlagen im Stadtgebiet nutzen wie zum Beispiel am Binzer Weg in Klotzsche, an der Gamigstraße in Prohlis oder an der Freiberger Straße innerhalb des Weißeritzgrünzugs.