Sie rollen, gleiten, rauschen über den Spezialbeton, zeigen Grinds (Rutschen mit den Achsen über eine Kante oder ein Geländer), Slides (Rutschen mit dem Holzdeck über Kante oder Geländer) und allerlei andere Sprünge und Tricks: Die neue Skateanlage war schon am Tag der Einweihung (1. Oktober) ein Hotspot für alle Skateboarder, Inlineskater, Scooter-Piloten und BMX-Radler. „Dresden ist nicht nur Barock, sondern bietet auch jungen Leuten etwas“, freut sich Bürgermeisterin Eva Jähnigen.
Seit Anfang März wurde an der neuen Anlage gebaut. Sie befindet sich ein Stück hinter der alten, die nach zwei Jahrzehnten Nutzungsdauer im letzten Jahr abgerissen werden musste. Risse, Abplatzungen und Setzungen hätten vielleicht repariert werden können, doch Betonfertigteile sind längst nicht mehr zeitgemäß. Außerdem habe es zunehmend Konflikte und Sicherheitsprobleme zwischen Anfängern und Profis gegeben. Die 2003 eingeweihte Halfpipe war bereits 2024 abgebaut worden.
Größer, neu gestaltet und aus einem Guss
Die neue Skateanlage ist größer, komplett neu gestaltet und quasi aus einem Guss mittels Spezialbeton vor Ort errichtet. Sie kann mit Skateboards, Inlineskates, Scootern, BMX- und anderen Fahrrädern genutzt werden, selbst für Sport-Rollstühle ist sie geeignet. Entstanden ist ein System urbaner Skate-Elemente, eine Mischung aus organisch radialen (Quarters) und schrägen Rampen (Banks) mit Ledges (Mauern), Rails (Geländer) und Curbs (Blöcken). Dadurch entstanden Fahrwege in mehreren Schwierigkeitsgraden und für verschiedene Rollsportgeräte.
Um Konfliktpunkte zu minimieren, wurden die Abstände zwischen den Rampen vergrößert und die Randbereiche sicherer gestaltet. „Auch überregionale Wettkämpfe können künftig wieder hier stattfinden“, so Eva Jähnigen. Für Anfänger auf Inlineskates gibt es eine zusätzliche Asphaltfläche an der Minipipe.
Rund 700.000 Euro hat der Neubau gekostet, fast eine halbe Millionen haben Bund und Land dazugegeben.
Am Torhaus wenige Meter hinter der Skateanlage bietet ab jetzt der Verein Treberhilfe e.V. wieder kostenlos ausleihbare Skaterausrüstung an und hilft auch bei Reparaturen weiter. Im Erdgeschoss steht eine barrierefreie, öffentliche Toilette kostenfrei zur Verfügung. Das Ganze steht unter dem Fokus „niedrigschwelliges Angebot sozialer Arbeit“. Das kleine Torhaus war zwischen 2018 und 2021 von der Stadt saniert worden.