Neubau mit Speziallaboren für Landeskriminalamt Sachsen

KTI-Neubau
Der KTI-Neubau beherbergt hochmoderne Speziallabore. Foto: SIB/M. Hultsch

Auf dem Behördenareal Neuländer Straße im Dresdner Norden wurde das Kriminalwissenschaftliche und -technische Institut (KTI) um einen modernen Neubau erweitert.

Zahlreiche Speziallabore, moderne Büros mit hochmoderner Ausstattung, eine über zwei Untergeschosse vertikal verbaute Wasserbeschussanlage erleichtern künftig die Arbeit der 120 Mitarbeitenden erheblich. Für DNA-, Fingerabdruck- und Schusswaffenuntersuchungen steht ihnen hier modernste Technik zur Verfügung.

„50.000 Spuren- und Vergleichsmaterialien zu etwa 12.000 Verfahrenskomplexen jährlich – das sind die Kennzahlen des KTI. Der moderne Neubau mit neuester technischer Ausstattung bietet den Spezialisten nun den bestmöglichen Rahmen für ihre kriminalistische Detailarbeit – konzentriert unter einem Dach.“, freut sich Sachsens Innenminister Armin Schuster.

Der Neubau hat rund 60 Millionen Euro gekostet, davon stammen 23.5 Millionen aus dem europäischen EFRE-Fonds.

Besonderheit: Wasserbeschussanlage

Eine Besonderheit im neuen KTI-Gebäude ist die über zwei Untergeschosse vertikal verbaute Wasserbeschussanlage. Sie kommt bei der Rekonstruktion von Straftaten mit Schusswaffenanwendung zum Einsatz. Abgefeuerte Projektile fallen in einen kleinen Auffangbehälter und können mittels technischer Vorrichtungen leicht aus der Anlage entnommen werden. Durch den Wasserbeschuss und die senkrechte Ausrichtung der Anlage werden die Projektile weniger verformt und verunreinigt, wodurch qualitativ höherwertige Analysen möglich sind.

Was macht das KTI eigentlich?

Das KTI ist zentraler Dienstleister für alle Ermittlungsbehörden der sächsischen Landespolizei. Es hält eine hochspezialisierte Tatortgruppe vor, führt kriminaltechnische Untersuchungen durch, erstellt Gutachten und vertritt diese vor Strafgerichten.

Zum Leistungsspektrum des Instituts gehören 3D-Vermessungen an Tatorten, Analysen von Schusswaffen, Betäubungsmitteln, Spreng- und Explosivstoffen sowie von Urkunden und Schriften. Ferner werden Expertisen auf den Gebieten der forensischen DNA-Analytik, der Auswertung von Fingerabdruckspuren, der Brandursachenuntersuchung und bei der Begutachtung textiler Spuren angefertigt.

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