Hamburger Straße wird für drei Jahre zur Großbaustelle

Hamburger Straße Neubau Bahnbrücke
So wird der neue Verkehrsknotenpunkt Dresden-Cotta ab März 2029 aussehen. Visualisierung: DB

Neue Eisenbahnbrücke über die Hamburger Straße, Straßenumbau und barrierefreier
Haltepunkt Dresden-Cotta: Die heute (8. Januar) gestarteten Bauarbeiten für einen zentralen Verkehrsknoten in Dresden-Cotta sollen drei Jahre dauern.

Was ist geplant?

Die Eisenbahnbrücke über die Hamburger Straße (zwischen Edeka Scheller und Autohaus Fugel) musste bereits 2015 aufgrund ihres schlechten baulichen Zustands durch ein Provisorium ersetzt werden. Nun wird die Deutsche Bahn einen modernen Neubau aus Stahlbeton errichten. Die neue Brücke wird breiter als zuvor und ermöglicht höhere Geschwindigkeiten auf der Bahnstrecke.

Gleichzeitig wird es mehr Raum unter der Brücke geben – und damit mehr Platz für Fußgänger, Rad- und Autoverkehr sowie die Straßenbahn. So wird nicht nur das letzte Stück Pflasterpiste auf der Hamburger Straße, auf der täglich rund 20.000 Kfz rollen, verschwinden. Die Gleise werden für den Einsatz der breiteren Stadtbahnwagen ausgebaut, zum Teil auch begradigt, so dass das Fahrtempo der Bahnen erhöht werden kann.

Für den Individualverkehr wird es weiterhin zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung (mit überwiegend gemeinsamer Nutzung von ÖPNV und Kfz-Verkehr) und beidseits Radwege geben. Auch die Gehwege werden komplett erneuert. Direkt unter der Brücke entstehen auf beiden Seiten neue barrierefreie Haltestellen, so dass ein neuer Verkehrsknoten mit der darüberliegenden S-Bahn in Cotta entsteht. „Wir schaffen mehr Platz für den Straßenverkehr, bauen den Knotenpunkt komplett barrierefrei aus und verlängern die Bahnsteige für modernere Züge“, fasst Ulrich Mölke, Projektleiter bei der DB, das Bauvorhaben zusammen.

Was kommt auf die Straßennutzer zu?

Die jetzt begonnenen Bauarbeiten sollen bis März 2029 dauern. Während dieser drei Jahre kommt es zu verschiedenen Einschränkungen, für den Kfz-Verkehr bleibt die Bundesstraße B6 jedoch weitestgehend befahrbar. Es sind lediglich kurzzeitig einzelne Sperrungen notwendig. Für Fußgänger und Radfahrer wird der Bereich der Brücke gesperrt. Eine Umleitung führt über den Elberadweg, der mit einer dauerhaften Asphaltierung und einer Beleuchtung ausgestattet wird. Gesperrt bleibt die Strecke auch für den Straßenbahnverkehr.

Im Februar 2026 wird die Zugstrecke Dresden-Friedrichstadt über Cossebaude nach Coswig einen Monat lang gesperrt. In dieser Zeit baut die Deutsche Bahn eine weitere Hilfsbrücke, wodurch während der weiteren Bauarbeiten durchgehend ein Gleis befahrbar bleibt sowie der DB-Haltepunkt Dresden-Cotta weiter bedient werden.

2 Kommentare

  1. Wenn man , nach dem Umbau am Haltepunkt – Cotta aussteigt und an die „Stadtwärtige Haltestelle möchte , wie kommt man daran ? Laut Visualisierung sind die Behindertengerechten Zugänge und Treppen nur auf der Seite von Edeka zu erkennen ? Muss ich mich dann vom Straßenverkehr überrollen lassen ?

  2. Clever. Ein neuer Engpaß wird eingebaut. Zeitgleich mit den drei Jahren Rückbau der Königsbrücker Straße, der ebenfalls 2026 beginnt. Die Kesselsdorfer Straße ist auch schon zu. So werden viele Menschen nicht mehr oder verspätet auf Arbeit kommen. Egal, die Stadt ist eh schon pleite und viele Händler mit.

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