380 Kurzfilmen aus 60 Ländern: Die Veranstalter versprechen eine beeindruckende Werkschau der internationalen Kurzfilmszene, die in diesem Jahr unter dem Themenschwerpunkt „Work in Progress“ steht. Denn das Festival richtet dieses Mal den Blick auf die Arbeitswelt: Diverse Beiträge und Programmpunkte beleuchten Machtstrukturen und zeigen, welche Rolle Arbeit für gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Mitwirkung spielt.
Das Filmfest findet in 19 Dresdner Festival-Locations statt, darunter die angestammten Spielstätten Filmtheater Schauburg, Thalia Cinema. Coffee and Cycling, Programmkino Ost und erstmals auch das Astoria Dresden. Das kostenfreie Kurzfilm-Open-Air 2026 auf dem Schloßplatz ergänzt auch in diesem Jahr als Freiluft-Spielort das Line-up.
Highlights aus den Sonderprogrammen
Der Themen-Schwerpunkt „Work in Progress“ zieht sich durch viele Beiträge und Programmpunkte in diesem Jahr, allen voran die hierzu kuratierten vier Schwerpunktprogramme. So gewährt „Schwerpunkt 1: What a Way to Make a Living!“ Einblicke in typische Arbeitstage aus der Perspektive von Frauen, während „Schwerpunkt 2: What Remains of Gestures“ die Spuren der Arbeits-Ausbeutung beleuchtet. Die Beiträge in „Schwerpunkt 3: „Cloud Nine to Five“ befassen sich mit dem Wandel der Arbeitswelt durch Digitalisierung, KI und Globalisierung und „Schwerpunkt 4: Zwischen Welten“ betrachtet das Thema Arbeit in Verbindung mit Heimat.
Das Programm „Retrospektive: Orte der Arbeit“, entstanden in Zusammenarbeit mit der Filmgalerie Phase IV und dem ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen, nimmt alle Zuschauenden mit auf eine filmische Reise, die ein Augenmerk auf Baukultur und Orte der Arbeit legt und von westdeutschen Supermärkten über die proletarische DDR-Provinz in die Weiten Europas führt.
Neben der 20. Ausgabe des Fokus Québec gibt es noch ein weiteres Jubiläum zu feiern: „Animated: 90 Years of African Animation“ begibt sich auf eine Reise durch die lebendigen Geschichten, die kühne Kreativität und die spirituellen Imaginationen des Kontinents. Kuratiert wurde die vielfältige Werkschau von Dr. Mohamed Ghazala, einem preisgekrönten ägyptischen Animationsfilmschaffenden und Wissenschaftler, der sich mit Animationskulturen in der arabischen und afrikanischen Welt beschäftigt.
Beim beliebten Kurzfilmbingo am Donnerstagabend (18 Uhr, Groovestation) darf das Publikum mitmachen: Die Gäste erwartet eine vielfältige Auswahl aus 3.800 Einreichungen – von Filmen über Filme, Pferde, Fußball und jede Menge Liebe. Ein unterhaltsamer Abend voller Überraschungen und guter Laune, moderiert von Falk Töpfer.
Tickets: filmfest-dresden.de/de/tickets, erste Einblicke beim Programm-Preview am 9. April um 19 Uhr
im Thalia Kino.
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