In Sachsen gibt es 2026 einen besonderen Anlass, um die Korken knallen zu lassen: das prickelnde Jubiläum „190 Jahre Sekttradition in Sachsen“. Das wird jetzt auch mit einer Sonderbriefmarke gewürdigt.
Das limitierte Postwertzeichen würdigt die Geschichte der sächsischen Sektherstellung und bringt ein Stück regionale Genusskultur direkt auf die Briefumschläge im Freistaat. Es handelt sich um ein echtes, frankierfähiges Postwertzeichen der Deutschen Post mit einem Portowert von 0,95 Euro für Postkarten und Standardbriefe. Wichtig zu wissen für Sammler: Die neue Sonderbriefmarke gibt’s ab sofort im Gutsmarkt von Schloss Wackerbarth – allerdings nur für kurze Zeit und in einer begrenzten Auflage.
Wie der Sekt nach Sachsen kam
1836 gründeten drei visionäre Winzer in Radebeul einen „Actienverein zur Fabrikation moussierender Weine“. Damit legten sie im Elbtal nicht nur den Grundstein für die erste Sektkellerei Sachsens, sondern auch für eine der ältesten Sektmanufakturen Europas. Mehr dazu lesen Sie hier.
Die Expertise für die Produktion feinster Flaschengärsekte holten sich die sächsischen Gründer direkt aus dem Schaumweinherzen Frankreichs, aus Reims. Ihr erster Kellermeister, Johann Joseph Mouzon, war ein erfahrener Fachmann und brachte die klassische Flaschengärung aus seiner französischen Heimat nach Radebeul. Bis heute führt Schloss Wackerbarth die Tradition und Handwerkskunst des Hauses Bussard meisterhaft fort. Nach dem Vorbild Monsieur Mouzons „vermählen“ die Radebeuler Kellermeister ausgewählte sächsische Trauben zu prickelndem Genuss und gehören dabei zu den besten Wein- und Sektmanufakturen Deutschlands. So wurde unter anderem die „Hommage 1836“ im vergangenen Jahr beim Meiningers Deutscher Sektpreis zum besten trockenen Sekt Deutschlands gewählt.
Genuss & Kulinarik als Wirtschaftsfaktor
„Genuss & Kulinarik“ sind laut touristischer Marktforschung ein wichtiges Entscheidungskriterium für deutsche Reisende bei der Auswahl ihres Urlaubsziels. Davon profitiert auch Sachsen: Der Weintourismus und entsprechende Angebote haben hier in den letzten zwei Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen. Bestes Beispiel ist Schloss Wackerbarth in Radebeul als Europas erstes Erlebnisweingut: Mit jährlich über 240.000 Gästen zählt es laut ‚Global Wine Tourism Report 2025‘ der Hochschule Geisenheim zu den meistbesuchten Weingütern der Welt. Für diese umfassende internationale Analyse des weltweiten Weintourismus haben die renommierten Autoren mehr als 1.310 Weingüter aus 47 Ländern befragt.
Auch andere Untersuchungen bestätigen die wirtschaftliche Bedeutung weintouristischer Angebote im Freistaat: Der Weintourismus ist in Sachsen primär für 3,1 Millionen Übernachtungs- und Tagesbesuche verantwortlich. Während ihres Aufenthalts in der sächsischen Weinregion geben die Weintouristen knapp 300 Millionen Euro aus. Dabei ist diese Zielgruppe für die sächsische Tourismusbranche besonders attraktiv, denn die Ausgaben der Gäste liegen 11 Prozent (bei Übernachtungsgästen) bzw. 55 Prozent (bei Tagesgästen) über dem Durchschnitt aller Reisenden.