Heidi und Christoph Pötzsch haben über viele Jahre hinweg die Beziehung Napoleons zu Sachsen und insbesondere zu Dresden recherchiert. Am 13. September stellen sie ihr neues Buch „Napoleon und Sachsen – Die große Katastrophe“ im Pfarrhaus der katholischen Pfarrei Dresden-Strehlen erstmals der Öffentlichkeit vor
Elf Mal war Napoleon in Dresden
Napoleon erhob Sachsen 1806 zum Königreich und band den neuen sächsischen König dadurch an sich. In Dresden wurde in einer Geheimkonferenz im Mai 1812 der Russlandfeldzug vorbereitet. In der Stadt an der Elbe gewann Napoleon seine letzte Schlacht. Diese heute fast vergessene Schlacht von Dresden im August 1813 forderte mehr als 50.000 Todesopfer.
Im Marcolinischen Palais der Dresdner Friedrichstadt fand schließlich im Juni 1813 das welthistorische Treffen zwischen Napoleon und dem österreichischen Staatsmann Clemens von Metternich statt, in dessen Folge Napoleon bei der dann folgenden Völkerschlacht in Leipzig chancenlos war.
Die unheilvolle Allianz zwischen Sachsen führte nach dem Ende Napoleons für Sachsens größte Demütigung: Als Strafe für die Bündnistreue mit Napoleon verlor Sachsen mehr als die Hälfte seines Territoriums.
Für den Vortrag und das gleichnamige Buch haben Heidi und Christoph Pötzsch die wichtigsten Stätten Napoleons besucht, wie zum Beispiel Austerlitz und Waterloo. Im Mittelpunkt stehen aber besonders die Orte in Dresden, die mit dem Kaiser der Franzosen verbunden waren und sind. Noch heute kündet der Napoleonstein in Dresdens Stadtzentrum die Stelle, an der Napoleon einstmals seine Truppen in Dresden empfing.
Buchpremiere 13. September, 16 Uhr, Kath. Pfarrhaus Dresden-Strehlen, Dohnaer Str. 53