Anima et Mors – Messe für selbstbestimmtes Leben und Sterben

Anima et Mors
Susann Schmuhl ist Lebens- und Sterbeamme und veranstaltet die Messe "Anima et Mors" Foto: privat

Susann Schmuhl (42) lebt mit ihrer Familie in Dresden. Vor einigen Jahren hat sie sich zur zertifizierten Lebens- und Sterbeamme ausgebildet. „Dabei habe ich gelernt, wie man Antworten auf Fragen findet, die einem aussichtslos erscheinen. Aber auch, wie man Menschen empathisch begleitet, ohne zu beeinflussen.“ Seit vier Jahren begleitet sie unter der Marke „Anima Pluma“ Menschen durch Trauer, schwere Diagnosen, Abschied und Lebenskrisen.

Erste Messe für Leben und Tod

Mit der Messe „Anima et Mors“ am 31. Oktober schafft Susann Schmuhl nun erstmals einen Ort, an dem Fachleute aus Pflege, Bestattung und Beratung gemeinsam Kunstschaffenden einem breiten Publikum zeigen, wie selbstbestimmtes Leben und Sterben aussehen kann.

Die Veranstaltung findet auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden statt. Von 10 bis 18 Uhr verwandelt sich der Friedhof mit live bemalten Särgen, Porträts, die vor den Augen der Besucher entstehen, sowie Führungen in einen Ort, an dem Leben und Tod nebeneinander Platz haben.

„Anima steht im Lateinischen für Seele und Leben, Mors für den Tod. Genau dieses Nebeneinander will die Messe sichtbar machen – mit Kunst, Vorträgen, Lesungen und rund 15 handverlesenen Ausstellern„, erklärt Susann Schmuhl. Im Mittelpunkt stehen drei Themen selbst bstbestimmtes Leben, selbstbestimmtes Sterben und LebensWert.
„Der Tod ist viel zu lange ein Tabuthema gewesen. Es ist mir wichtig, ihm seine Dunkelheit zu nehmen und damit auch Ängste abzubauen, damit weder Kranke, Sterbende noch Trauernde ausgeschlossen werden“, sagt die Veranstalterin.

Das erwartet die Besucher

Sarg:Illustrator Hendrik Mörs gestaltet live einen Sarg mit handgemachten, nachhaltigen Farben. Kathrin Dahl bemalt live eine Urne und zeigt, dass diese Gefäße der letzten Ruhe auch Kunstwerke sein können.
Julia Mörs zeigt selbst gefertigte Schmuckurnen aus nachhaltigen Textilien. Svetlana Petrasch fertigt „Porträts im Augenblick“ von Messebesucher.
Daneben gibt es Friedhofsführungen über das historische Gelände des Trinitatisfriedhofs sowie Kurzvorträge u.a. zu Vorsorgevollmachten, Hospizarbeit, Demenz und psychische Gesundheit sowie Lesungen im Begegnungszentrum.
Ein Kinderprogramm mit Schnitzeljagd sorgt schließlich dafür, dass die Messe für die ganze Familie zugänglich ist.

Anima et Mors“, 31. Oktober, 10 bis 18 Uhr auf dem Trinitatisfriedhof, Eintritt 9€, ermäßigt 4€, Kinder bis 10 Jahre frei, www.anima-pluma.de