Viel sagen. Ohne Wort. Pantomime-Theater-Festival in Dresden

Pantomimefest
Paolo Nani aus Dänemark Foto: G. Zucca

Manche Menschen können viel reden, ohne etwas zu sagen. Und andere haben viel zu sagen, ohne ein Wort in den Mund zu nehmen. Letzteres ist die hohe Kunst der Pantomime. Wer sie erleben will, hat dafür vom 11. bis 15. November beim 41. Internationalen PantomimeTheaterFestival im „Theaterhaus Rudi“ Gelegenheit. Künstler aus Dänemark, Österreich, Frankreich, Brasilien, Kanada, Tschechien und Deutschland laden zu fünf Abendvorstellungen und einem Kinderprogramm ein.

Bunte Eröffnungsgala

Das Festival beginnt am 11. November mit einer Gala. Die Eröffnung übernehmen die Gastgeber – die Mimen der Trainingsgruppe des Mimenstudio Dresden e.V. Unter dem Titel „Es ist angerichtet“ zeigen sie einige Szenen aus der Welt der Gastronomie, die sie zusammen mit dem Dresdner Pantomimen Tim Schreiber erarbeitet haben. Außerdem geben einige Künstler Einblick in ihr Bühnenprogramm, das im Rahmen des Festivals auf dem Spielplan steht.
Am 12. November zeigt das DIRTZ Theatre aus Frankreich sein Stück „Short Stories“. Das von Jolanda Löllmann und Charlie Denat gegründete Ensemble verbindet Pantomime, zeitgenössischen Tanz und Puppenspiel zu einem poetischen Triptychon. Mit „Sensus Communis“ lädt das tschechische Ensemble Divadlo Continuo am 13. November in eine Welt der Klänge, Objekte und Sinne ein. Lautpoesie, Klangpuppenspiel und Objekttheater verschmelzen zu einer ungewöhnlichen Inszenierung. Am Samstag (14.11.) gehört die Bühne Paolo Nani aus Dänemark. Sein international gefeiertes Solo „The Letter“ ist ein Klassiker der Clownerie. Seit der Premiere 1992 wurde das Stück über 1.600 mal in mehr als 40 Ländern aufgeführt.
Am Sonntag um 11 Uhr ist der Künstler noch einmal mit seiner Familienvorstellung „Jekyll onIce“ zu erleben, dabei nimmt er die Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde auf humorvolle Weise auf die Schippe.
Den Abschluss bilden am 15. November um 18 Uhr der Österreicher Silent Rocco und die Kanadierin Joylyn Secunda. Ohne Bühnenbild, Requisiten oder Worte, jedoch mit einer faszinierenden Körperbeherrschung erschaffen sie Geschichten.
Wer selbst in die Welt der Pantomime einsteigen will, kann am 7./8. November jeweils 10 bis 15 Uhr im Projekttheater einen Workshop und am 14. November eine zweistündige Master-class besuchen.
Das Festival wurde 1982 von Ralf Herzog und Rainer Petrovski zunächst als „Pantomime Werkstatt-Tage “ aus der Taufe gehoben und wird bis heute im Ehrenamt von den Mitgliedern des Vereins Mimenstudio Dresden e.V. organisiert.

Tickets gibt’s über Sax-Tickets und überall im Vorverkauf