Los geht es für unsere ABC-Schützen

Erstklässler sitzen mit ihren Ranzen und Zuckertüten nebeneinander. Foto: Peter Steffen/Archiv

Für rund 36.000 ABC-Schützen in Sachsen beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Neu für die Kleinen ist daher auch die regelmäßige Teilnahme am Straßenverkehr. Wer den
Schulweg nicht schon rechtzeitig vor Schulanfang mit dem Nachwuchs geübt hat, sollte ihn nun noch einige Zeit lang begleiten. Nicht immer ist der kürzeste Schulweg auch der sicherste. Daher sollte man lieber Umwege in Kauf nehmen. „Unterwegs sollten Gefahrenstellen besprochen werden, ohne jedoch den Kindern Angst zu machen“, rät Helmut Büschke, Vorstandsmitglied für Verkehr und Technik im ADAC Sachsen.

„Zeigen sich die Schulanfänger beim Training schon einigermaßen sicher, sollten sich die Eltern immer mehr zurückhalten.“ Denkbar sei auch ein Rollentausch, bei dem sich der
Blickwinkel der Beteiligten verändert. Wenn Kinder die Großen auf ihrem Schulweg führen, müssen sie sich aktiv und mit Verantwortung auf das Verkehrsgeschehen
einlassen. Die meisten Unfälle mit Kindern passieren beim Überqueren der Fahrbahn. Deshalb muss diese Situation intensiv geübt werden, auch wenn viele dies als Vorschüler bereits im Kindergarten kennengelernt haben. Denn aufgrund ihrer geringen Körpergröße fehlt den Mädchen und Jungen nicht nur der nötige Überblick, sie werden auch von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen. Zudem können sie das Tempo der herannahenden Autos oft noch nicht so richtige einschätzen.

Deshalb sollte die Straße dort überquert werden, wo beide Seiten gut überschaubar sind. Vorzugsweise sollten die Straßen an geregelten Verkehrsampeln oder mithilfe von Schülerlotsen überquert werden. Auch Verkehrsinseln helfen Kindern, die Fahrbahn sicherer zu überqueren. Auf dem Schulweg macht Übung den Meister. Wichtig ist es, dies nach Möglichkeit zu den üblichen Schulwegzeiten zu tun. Der Weg sollte dabei regelmäßig auf neue Gefahrenstellen wie zum Beispiel Baustellen überprüft werden. Kein Eltern-Taxi
Zumutbare Schulwege sollten von Anfang an zu Fuß zurückgelegt werden. Nur in Ausnahmefällen empfiehlt sich das Eltern-Taxi. Wenn es zum Einsatz kommt, empfiehlt Helmut
Büschke in dem Fall die Schulkinder das letzte Stück Weg bis zum Schultor stets laufen zu lassen. So lernen die ABC-Schützen selbstständiger zu werden. Zudem entfallen die zusätzlichen Gefahrensituationen bei Anhalte- und Wendemanövern vor der Schule. (dawo)

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