Ideen für den „neuen“ Fritz-Foerster-Platz gesucht

Der Fritz-Foerster-Platz soll schöner werden. // Foto: Thomas Türpe

Bei einer Online-Umfrage der Stadt Dresden können alle BürgerInnen Ihre eigenen Planungsideen formulieren.

Das Dresdner Stadtplanungsamt will eine städtebauliche Studie für den Fritz-Foerster-Platz durchführen. Die Untersuchung soll aufzeigen, wie sich der Platz in der Südvorstadt als Eingangsbereich zum Universitätscampus, als Verkehrsknotenpunkt und als Teil der zukünftigen Stadtbahntrasse 2020 ergänzend zu vorhandenen Gebäuden aufwerten lässt. Im Mittelpunkt steht der Bereich zwischen Zelleschem Weg, Einsteinstraße und Hochschulstraße. Dafür hat sich das Stadtplanungsamt Experten der TU Dresden ins Boot geholt, denn es geht um einen innovativen Ansatz, Bürger zu beteiligen: Im EU-Projekt „U_CODE“ wurde vom WISSENSARCHITEKTUR Laboratory of Knowledge Architecture an der TUD-Fakultät Architektur ein neues Verfahren entwickelt. Es ermöglicht, verschiedene Interessensgruppen bei der Konzeption urbaner Räume und Gebäude einzubeziehen. Mit digitalen Werkzeugen können sich tausende Bürger mit Ideen und Hinweisen einbringen, die weitestgehend automatisiert aufbereitet und ausgewertet werden.

Prof. Jörg Rainer Noennig von der WISSENSARCHITEKTUR: „Besonders freut uns, dass wir hier Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung direkt in die konkrete Anwendung vor Ort bringen werden. Mit dem U_CODE-Verfahren für den Fritz-Foerster-Platz in Dresden können wir zeigen, wie neue digitale Werkzeuge das kreative Zusammenwirken auch größerer Beteiligungsgruppen in Dresden ermöglichen.“

Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain erklärt: „Bei diesem Projekt beteiligen wir die Stadtgesellschaft bereits vor der Untersuchung durch ein Planungsbüro. Unsere zentralen Fragen sind: Wie stellt sich die Stadtgesellschaft die künftige Gestaltung des Fritz-Foerster-Platzes vor? Welche Wünsche und Erwartungen zur Nutzung und Gestaltung des Stadtraums gibt es?“

Das Beteiligungsprojekt wird in drei Phasen durchgeführt. Ab 9. Juni 2020 können Bürger in der ersten Phase „Wissenskampagne“ bis zum 5. Juli 2020 ihre Beiträge und Gestaltungsideen in einer Online-Befragung kundtun. Die Antworten werden von der WISSENSARCHITEKTUR analysiert und für den nächsten Prozessschritt aufbereitet. In der Phase „Online Co-Design“ haben Interessierte vom 13. Juli bis 9. August 2020  die Möglichkeit, online eigene Designvorschläge zum Fritz-Foerster-Platz zu erstellen. Diese werden gemeinsam mit den Befragungsergebnissen in der dritten Phase für einen „Co-Design-Workshop“ vor Ort vom 24. August bis 5. September 2020 aufbereitet. Dort können die Teilnehmer im virtuellen Raum oder an einem digitalen Planungstisch eigene Konzepte designen und ausprobieren. Im Anschluss werden die Ergebnisse vom Projektteam der WISSENSARCHITEKTUR analysiert, zusammengefasst und als wertvolle Inspirations- und Ideensammlung an das Stadtplanungsamt für die weiteren Planungsschritte übergeben.

„Wir hoffen, dass auch viele Beschäftigte und Studierende der TU Dresden diese einmalige Chance nutzen, sich unmittelbar an der Stadtplanung zu beteiligen, zumal der Fritz-Foerster-Platz direkt den TUD-Campus betrifft“, wirbt Prof. Noennig für hohe Beteiligung.

Die Wissens- und Informationskampagne wird online ab dem 9. Juni 2020 unter folgendem Link freigeschaltet: www.dresden.de/fritz-foerster-platz.

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