Warten auf Dresdens Ostumfahrung

Der Abschnitt der S177 zwischen Großerkmannsdorf und Radeberg kann schon länger genutzt werden. // Foto: Thorsten Eckert

Das Gericht wird erst im Februar über die BUND-Klage verhandeln.

An der neuen S177 wird gebaut – mit angezogener Handbremse. Denn beim Bau der Dresdner Ostumfahrung wird eine weitere Verzögerung befürchtet. Obwohl für das 5,4 Kilometer lange Teilstück zwischen Wünschendorf und Eschdorf seit zweieinhalb Jahren Baurecht besteht, hält sich das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit der Ausschreibung der meisten Aufträge zurück. Grund ist eine Klage des Bundes Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Der BUND sieht durch den Straßenbau Gefahr für mehrere geschützte und teils vom Aussterben bedrohte Arten. Das Verwaltungsgericht Dresden wollte am 8./9. Dezember über die Klage verhandeln. Doch daraus wird nichts, der Termin ist auf den 25./26. Februar verlegt. Eine Begründung dafür wurde nicht präzisiert, allerdings ist bekannt, dass die Corona-Pandemie die Arbeit des Gerichts beeinträchtigt. So lang keine Rechtssicherheit besteht, sieht sich das Straßenbauamt zur Untätigkeit verdonnert – mit einigen Ausnahmen.

Bereits fertiggestellt wurde unter anderem ein System unterirdischer Zisternen mit mehreren Hundert Kubikmetern Fassungsvermögen. Diese Rückhaltebecken sollen nicht nur verhindern, dass die alte S177 oder die neue Schnellstraße überflutet werden, sie können auch bei einer Havarie ausgetretenes Motoröl auffangen. Gebaut wird derzeit nur noch an einer Brücke zwischen Eschdorf und Rossendorf.

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