Lern- und Spielwerkstatt für ukrainische Schüler

Lern- und Spielwerkstatt für ukrainische Schüler
Mitarbeitende der TU Dresden wollen geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine helfen. // Foto: Pixabay

Forschende und Studierende der TU Dresden bieten pädagogische Unterstützung für vor dem Krieg geflüchtete Familien in Dresden an.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende des Bereichs Geistes- und Sozialwissenschaften der TU Dresden haben ein pädagogisches Projekt entwickelt, um aus der Ukraine geflüchteten Familien einen pädagogischen und sozialen Treffpunkt in Dresden zu bieten. Seite dem 11. März 2022 steht den ukrainischen Schulkindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren von Montag bis Samstag eine Lern- und Spielwerkstatt in den Räumen der TUDAG-Bildungsunternehmen im World Trade Center Dresden zur Verfügung. Sie bietet den von Krieg und Flucht betroffenen Kindern und Jugendlichen einen Raum für Austausch und gemeinsames Lernen. Pädagogisch betreute Begleitprogramme sollen ihnen dabei helfen, das Erfahrene zu verarbeiten. Das Projekt wird von Mitarbeitenden der TUD-Lehramtsausbildung aus der Berufspädagogik, der Schulpädagogik und unterschiedlichen Fachdidaktiken sowie der Semperoper Education und der Staatsoperette unterstützt. Auch Therapeutinnen und Therapeuten und eine ukrainische Lehrerin wirken bei dem Projekt mit.

Initiiert hat das Projekt Anke Langner, Professorin für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Inklusive Bildung an der TU Dresden. Angeregt durch ein Zeitungsinterview mit einer geflüchteten ukrainischen Lehrerin und vielen Anfragen an die Universitätsschule entstand die Idee zu einer gezielten, unbürokratischen Unterstützung für geflüchtete Familien mit Kindern und Jugendlichen. Ausgehend von der Überlegung, dass die klassische Schule nicht die optimalen Bedingungen in dieser besonderen Situation liefern kann, ist ein Angebot für die aus ihrem vertrauten Leben gerissenen Heranwachsenden in der ihnen ungewohnten neuen Lebenssituation notwendig, das die richtige pädagogische Zuwendung bietet, so Langner. „Uns geht es nicht um den Ersatz des klassischen Schulunterrichts, sondern wir wollen den Kindern und Jugendlichen wieder eine Tagesstruktur anbieten und einen Ort, um andere Gleichaltrige zu treffen. Hier gibt es keinen Lehrplan, sondern wir schauen, was den Kindern Spaß macht.“

Die Spiel- und Lernwerkstatt wird in Zusammenarbeit mit den Bildungsunternehmen der TUDAG-Gruppe – DIU, EIPOS und TUDIAS – organisiert, die Räumlichkeiten und Lehrmaterialien kostenlos zur Verfügung stellen. Prof. Hans Müller-Steinhagen, Vorstand der TUDAG und Präsident der DIU, betont, „dass diese Unternehmen gerne mit ihren Ressourcen dazu beitragen, das Leid der Heranwachsenden zu mindern, die von dem Überfall auf ihr Heimatland und der Flucht besonders hart betroffen sind.“

Die Lern- und Spielwerkstatt für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren befindet sich in den Räumen der TUDAG-Bildungsunternehmen im World Trade Center Dresden, Ammonstr. 72, 01067 Dresden. Sie ist montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Interessierte Familien und Studierende, die das Projekt unterstützen möchten, melden sich an über education.refugee@tu-dresden.de.

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