Kellys PeaceBell steht bald im Haus der Presse

Die Friedensglock PeaceBell von Michael Patrick Kelly ist vom 9. bis 29. Mai im Haus der Presse zu sehen. Foto: PR/Nowak

Glocken wurden in Kriegszeiten eingeschmolzen und zu Waffen verarbeitet. Michael Patrick Kelly hat es genau anders gemacht.

Vor vier Jahren, im Jahr 2018, jährte sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal – Grund genug, das Thema Frieden wortwörtlich an die große Glocke zu hängen. In beiden Weltkriegen wurden nämlich über 150.000 Glocken eingeschmolzen, um mit dem Metall neue Waffen herzustellen.

Grund genug damals auch für den Sänger Michael Patrick Kelly, diesen Prozess umzukehren und die Initiative #PeaceBell ins Leben zu rufen: Aus Weltkriegswaffen werden wieder Glocken. Mit seinem Projekt macht er darauf aufmerksam, wie wichtig eine Abkehr von Radikalismus und polarisierenden Tendenzen in der Gesellschaft ist und warum Frieden mehr bedeutet, als die bloße Abwesenheit von Waffen.

Waffen zu Glocken

Die originale PeaceBell, hergestellt in einer über 300 Jahre alten Glockengießerei, wurde am 11. November 2018 in der evangelischen Christuskirche in Mainz präsentiert. Danach tourte die Glocke mit Michael Patrick Kelly durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und wurde bereits an 28 Stationen einem Publikum von über 100.000 Menschen präsentiert. In der dazugehörigen Ausstellung wird die spannende Entstehungsgeschichte dieser besonderen Glocke dokumentiert und durch Fotos, Grafiken und Malereien des Künstlers ergänzt. Aus dem Verkauf von Kunst-Editionen, speziell einer PeaceBell in Miniformat, werden Spendengelder für friedenstiftende Projekte generiert.
Bis 8. Mai ist die PeaceBell noch im Hauptraum in der Frauenkirche zu sehen. Beim #PeaceTalk am 8. Mai ist Michael Patrick Kelly persönlich zu Gast.

Umzug der Friedensglocke ins Haus der Presse

Am 9. Mai zieht die Friedensglocke ins Haus der Presse weiter. Hier ist sie drei Wochen lang zu sehen, auch die Mini-Glocke ist dann hier erhältlich. Der limitierte Guss aus Bronze und Kriegsschrott ist mit einem speziellen Farbton veredelt und dem Signet der Dresdner Frauenkirche gekennzeichnet. Alle Käufer erhalten ein vom Künstler signiertes Echtheitszertifikat. Mit dem Erlös daraus generiert Kelly Spenden für die Organisation Art Helps sowie die Frauenkirche Dresden. Cpö

Die Ausstellung ist vom 9. bis 29. Mai 2022 im Haus der Presse, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden zu
sehen, täglich von 10-18 Uhr,
Tickets kosten 3 Euro, (mit SZ-Card 2 Euro)

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