Vielleicht sind die kleinen Pixel-Quadrate leicht zu übersehen. Aber sie zieren schon seit 2019 so manches Straßenschild, aber auch Zaunslatten und Schaufensterscheiben. Man muss nur genau hinschauen.
Wer seinen QR-Scanner darüber hält, erfährt Details über interessante Persönlichkeiten, Bauwerke und Ereignisse. Zum Beispiel, wann Schloss Klippenstein gebaut wurde oder wer Dr. Albert Dietze war.
Initiator war damals die AG Stadtgeschichte, die Idee wurde in Vorbereitung der 800-Jahr-Feier der Röderstadt geboren.

Ziel des Pixelpfades war es zunächst, etappenweise die touristischen Schwerpunkte der Stadt mit QR-Codes auszustatten. Doch auch über historische Persönlichkeiten, die in Radeberg lebten und wirkten, wird informiert. Insgesamt tragen 44 Radeberger Straßenschilder die Namen von 44 berühmten Radebergern. Die QR-Codes führen direkt zur Internet-Präsenz der Stadt Radeberg, auf dem Stadtplan und von dort zu den jeweiligen Einzel-Porträts auf Wikipedia.
„Leider hat es in der Zwischenzeit auch viel Vandalismus gegeben“, bedauert Stadtsprecherin Sarah Günther. Das heißt, einige Beschilderungen sind inzwischen nicht mehr vorhanden. Auch von der einst geplanten Erweiterung des Pfades ist keine Rede mehr.
Dr. Albert Dietze war übrigens ein sehr beliebter Arzt, der insgesamt 59 Jahre (von 1905 bis 1964) für die Gesunderhaltung der Radeberger im Dienst war.