Versammlung mit musikalischem Protest statt Dixie-Abschlussparade

Dixieland
Foto: Hendrik Meyer

Die große Abschlussparade des 54. Internationalen Dixieland Festivals am Sonntag (17. Mai) fällt aus. Statt dessen gibt es von 16 bis 17 Uhr am Terrassenufer eine „Versammlung mit Musik“.

Unter dem Motto „Wenn die Behörde pennt, gibt’s kein Dixieland“ setzen Musiker und ein klares
Zeichen: Kultur braucht verlässliche Verwaltung. Veranstalter der musikalischen Versammlung ist der im Januar 2026 gegründete Förderverein Jazztradition Dresden e. V., dessen Ziel Erhalt und Förderung der Jazztradition in Dresden ist.

Warum fällt die Parade aus?

Die Abschlussparade quer durch Dresden findet seit 1978 statt, seither endete sie jedes Jahr am Terrassenufer. In diesem Jahr ist das anders: Die traditionelle Dixieland-Parade musste erstmals abgesagt werden. Nicht aus künstlerischen oder finanziellen Gründen, sondern weil Genehmigungen und Auflagen speziell für Terrorschutz erst wenige Tage vor Festivalbeginn bei den Organisatoren eingingen. Eine Umsetzung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. „Die Absage ist kein Einzelfall. Sie ist ein Symptom für strukturelle Probleme, die Kulturveranstaltungen in Dresden seit Jahren belasten“, kritisiert der Förderverein Jazztradition Dresden.

Was am Sonntag geplant ist

Ensembles, die in diesem Jahr auf der Dixieland-Parade hätten spielen sollen und eigens für das Festival
nach Dresden gereist sind, werden sich am Terrassenufer auf ihre Weise am Protest beteiligen. Die Veranstaltung findet von 16 bis 17 Uhr statt.