Trinkwasserbrunnen mit Sprühnebel-Taste

Trinkwasserbrunnen mit Sprühnebel
André Barth und Eva Jähnigen bei der Einweihung Foto. LHD/Diana Petters

Feinster Sprühnebel sorgt jetzt an heißen Tagen auf der Seestraße in der Innenstadt und am Jorge-Gomondai-Platz in der Neustadt für Abkühlung. Er kommt aus den beiden neuen Trinkwasserbrunnen, die nicht nur kühles trinkbares Nass anbieten, sondern auch über eine sogenannte Vernebelungsfunktion verfügen. Der Sprühnebel wird per Berührungen über Sensorik freigesetzt. Beide Brunnen bieten darüber hinaus eine Hundetränke an.

Trinkwasserbrunnen mit Sprühnebel
„Schlabberstelle“ für Hunde Foto: LHD/Diana Petters

Vorerst nur im Testbetrieb

Bei den beiden Trinkwasserbrunnen handelt es sich zunächst um einen zeitlich begrenzten Testlauf mit zwei verschiedenen Modellen. Dabei sollen die Machbarkeit und die Wirksamkeit der Idee geprüft, Modelle und Standorte verglichen sowie Verbrauch und Nutzerzufriedenheit erforscht werden. Als Testzeitraum wurde der 1. Juni bis 18. September festgelegt. Die TU Dresden begleitet das Projekt wissenschaftlich und SachsenEnergie als Kooperationspartner wird die Wasserqualität in einem akkreditierten Labor regelmäßig und sorgfältig prüfen. Parallel soll eine Befragung der Bevölkerung Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Neuerung bringen.
„Anhaltende Hitze in dicht bebauten Innenstadtbereichen, viele versiegelte Flächen und wenig Grün belasten die Menschen zunehmend. Mit dem Pilotprojekt können wir kurzfristig einen weiteren Baustein testen, um gesundheitliche Risiken durch Hitze zu reduzieren“, erläutert André Barth, Stadtbezirksamtsleiter Altstadt/Neustadt. „Meine Hoffnung ist schon, dass wir in Zukunft mehr solcher Brunnen in der Stadt sehen werden.“
Der Testbetrieb wird mit finanzieller Unterstützung der Stadtbezirke Alt- und Neustadt ermöglicht. Der Stadtbezirk Altstadt gibt aus seinem eigenen Budget 9.500 Euro für den Test aus, 5.900 Euro davon für Aufbau, Abbau und Miete des Brunnens. Der Neustädter Stadtbezirk steuert 10.200 Euro bei. Auf- und Abbau sowie Miete des Brunnens am Jorge-Gomondai-Platz kosten 6.600 Euro. Weitere Mittel stammen aus dem EU-Projekt Time2Adapt sowie vom Kooperationspartner Sachsen-Energie.