Zwischen Zeitgeschichte, Industriekultur und internationaler Gegenwartskunst laden am kommenden Samstag (20. Juni) ganz besondere Orte mit außergewöhnlichen Programmen zum Entdecken und Erleben ein.
Einer dieser Orte ist das Eisenbahnmuseum im ehemaligen Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt. Von 16 bis 24 Uhr können Besucher das Gelände frei erkunden. Für Familien gibt es von 16 bis 20 Uhr ein Kinderprogramm. Führungen durch die Fahrzeughalle beginnen um 18, 20 und 22 Uhr und dauern jeweils etwa 50 Minuten. Um 19 und 21 Uhr sind drei Modellbahn-Dioramen zur Strecke Leipzig – Dresden zu sehen.
Die Gedenkstätte Bautzner Straße, einst politische Haftanstalt und Bezirksverwaltung der Staatssicherheit, erinnert heute an politische Verfolgung in SBZ und DDR sowie an die Ereignisse von 1989. Um 18 und 20 Uhr spricht Dr. Herbert Wagner, Dresdens ehemaliger OB, Mitorganisator der Montagsdemos und der „Gruppe der 20“ im Herbst 1989, über die Besetzung der Bezirksverwaltung des Stasi-Gebäudes am 5. Dezember 1989. Von 18.30 bis 23 Uhr gibt es Kurzführungen durch das original erhaltene Stasi-Untersuchungsgefängnis, von 18 bis 22 Uhr gibt es die „Spurensuche in der Gedenkstätte“.
Im Rahmen der Taiwan-Kulturwochen präsentiert das Kulturzentrum riesa efau die Ausstellung „Von der Wohnkultur zur Druckgrafik: Neuinterpretation taiwanesischer Muster“. Vier taiwanesische Künstlerinnen widmen sich darin den oft übersehenen Details des urbanen Alltags in Taiwan: ornamentalen Fliesen, Terrazzoböden, Fenstergittern und Fassadenstrukturen, wie sie das Straßenbild vieler Städte prägen. Die Ausstellung zeigt, wie aus diesen architektonischen Alltagsmotiven zeitgenössische Druckgrafiken entstehen.
Tickets für die Museumsnacht (20€ / erm. 10€) bei Dresden-Information, an den Fahrkartenautomaten der DVB und der Deutschen Bahn im VVO-Gebiet sowie online unter www.museumsnacht.dresden.de