Dresden schönster Kleingartenverein gekürt

Kleingarten
Symbolfoto pixabay

Das Ergebnis des Wettbewerbs um die „Schönste Kleingartenanlage Dresden 2026“ steht fest: Sieger ist der Kleingartenverein „Wilder Mann“, gefolgt vom KGV „Geystraße in Prohlis und dem KGV „Blumenau“ in Blasewitz. Insgesamt standen in diesem Jahr zehn Kleingartenanlagen im Finale.

Womit die drei Besten punkteten

Die 68 Parzellen in besonderer Hanglage im Dresdner Norden haben die Jury am meisten überzeugt. Die 1923 gegründete Anlage ist ganzjährig geöffnet und liegt an einem wichtigen Durchgang im Stadtteil. Spaziergänger, Anwohner sowie Wanderer nutzen die Wege regelmäßig. Diese Verbindung aus öffentlicher Zugänglichkeit, kleingärtnerischer Nutzung, Artenschutz und Gemeinschaft machte letztlich den Sieg aus. Besonders hob die Jury den Naschweg für Kinder mit Beerenobst, einen Weinlehrpfad, einen öffentlich zugänglichen Gemeinschaftsgarten, die Gaststätte als Treffpunkt, die öffentlich zugängliche Toilette sowie die naturnahe Entwicklung der Anlage hervor. Auch das Naturmonitoring, Beobachtungen von Wildbienen und die Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung zeigten, wie intensiv sich der Verein mit Artenschutz und Biodiversität auseinandersetzt. Neben dem Wanderpokal „Flora“ erhielt der KGV „Wilder Mann“ dafür auch 1.000 Euro Preisgeld.

Der 1984 gegründete Verein auf der Geystraße mit 42 Parzellen versteht seine Anlage als „Oase inmitten der Stadt“. Die Jury würdigte insbesondere die offene, einladende Gestaltung der Anlage, die Einbindung ins Wohnumfeld, die Festwiese, Ruhezone, Büchertauschbox, Gemeinschaftsflächen sowie den starken ökologischen Anspruch. Dazu zählen unter anderem zertifizierte Fachberatung, Regenwassernutzung, Nistkästen, Totholzecken, Teichbiotope und ein Konzept zur wesensnahen Bienenhaltung. Mit dem zweiten Platz ist ein Preisgeld von 500 Euro verbunden.

Der drittplatzierte KGV in Prohlis wurde 1919 gegründet und zählt 93 Parzellen. Die Jury hob besonders hervor, dass der Verein Artenvielfalt als Lernprozess versteht. Blumenwiesen, Totholzecken, Sträucher, Wasserstellen, Fachberatung, gemeinschaftliche Kompostierung und zahlreiche Vereinsveranstaltungen zeigen, wie Tradition, Gemeinschaft und Zukunft miteinander verbunden werden. Der dritte Platz ist mit 250 Euro dotiert.

Parzelle 44 ist die Schönste

Ein Sonderpreis ging an den KGV „Sommerfrische“ in Pieschen-Nord/Trachenberge. Denn hier steht die Parzelle 44, die wegen ihrer Verbindung aus produktivem Gärtnern, ökologischer Verantwortung und fachlicher Vorbildwirkung mit einem Sonderpreis geehrt wurde. Der Jury fiel hier besonders die intensive kleingärtnerische Flächennutzung auf. Auf engem Raum wachsen zahlreiche Obstgehölze und Gemüsebeete in Mischkultur mit Blumen und Kräutern. Offene Bodenflächen werden gemulcht, wodurch der Boden geschützt, Feuchtigkeit gehalten und das Bodenleben gefördert wird. Besitzerin Nicole Kramer ist langjährige Fachberaterin, Pflanzenschutzsachverständige und Wertermittlerin.

Den Wettbewerb um die „Schönste Kleingartenanlage“ Dresden richten die Stadt und der Stadtverband „Dresdner Gartenfreunde“ gemeinsam aus. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft gestalten mit bunten, vielfältigen Kleingärten – ökologisch und nachhaltig“.