Rosengarten am Königsufer feiert 90-jähriges

Rosengarten
Rosengarten am Königsufer Foto: LHD/Cornelia Borchert

Der Rosengarten am Königsufer auf der Neustädter Elbseite feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Jubiläum. Entstanden ist die Anlage 1935/36 nach Plänen des Stadtgartendirektors Heinrich Balke, der das Areal mit den drei aufeinanderfolgenden Bereichen Vorderteil, Mittel- oder Hochstammrosenteil sowie dem Senkgarten als Gegenstück zur gegenüberliegenden und bis ans Flussufer bebauten Altstädter Elbseite errichtete. Die eigentliche Idee dazu stammt aber von August dem Starken.

Zur Eröffnung vor 90 Jahren blühten hier 6.000 Rosenstöcke. Ein Großteil der heute noch vorhandenen Bäume und Gehölze stammt aus der Entstehungszeit des Rosengartens, bei den Rosen wurde indes kräftig nachgepflanzt. Rund 100 verschiedene Sorten wachsen heute hier.

Während des 2. Weltkrieges wurde der Garten stark beschädigt, die künstlerische Ausstattung mit vielen Skulpturen ging zum Teil verloren. Nach 1945 wurde im Vorderteil des Gartens großflächig Trümmerschutt der angrenzenden Wohnbebauung verkippt, in anderen Bereichen Gemüse angebaut Zwischen 1950 und 1970 gab es eine erste Instandsetzung, eine zweite, grundlegendere erfolgte zwischen 1995 und 2006. Das Problem dabei: Sämtliche Pläne und Unterlagen über den Rosengarten sind im Februar 1945 offenbar verbrannt, überliefert ist lediglich eine Fotoplatte mit dem Entwurfsplan von Heinrich Balke. Doch mit Hilfe privater Fotos Dresdner Bürger war es vor allem in der zweiten Instandsetzungsphase möglich, sich dem Originalzustand, also der räumlichen Gliederung, der Sortenvielfalt und der Farbharmonie, weitestgehend anzunähern.

Feiern am 18. Juni

Am kommenden Donnerstag, 18. Juni, feiert der Rosengarten sein 90-jähjriges Jubiläum. Von 9 bis 17 Uhr wird es geführte Rundgänge geben. Dabei werden viele Theman angesprochen: Welche Rolle spielt eine Genbankbank im Rosengarten? Warum sind bestimmte historische Rosensorten besonders begehrt? Welche botanischen Verwandtschaften bestehen zwischen Rose und Erdbeere? Welche tierischen Begegnungen sind im Rosengarten möglich?

Bis Ende September stehen außerdem weitere „Dresdner Gartenspaziergänge“ auf dem Programm. So geht es am 23. Juni zum Denkmal Königsufer, am 8. Juli zum Staudengarten am Königsufer, am 13. August dahin „Wo Rosen getestet werden“ – ins Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie auf der Lohmener Straße 10 und am 22. September auf den Eliasfriedhof.

Anmeldung für die geführten Rundgänge am 18. Juni unter www.dresden.de/rosengarten