Ab sofort: Dresden verbietet Wasserentnahme

Gießkannen
Symbolbild Pixabay

Die Untere Wasserbehörde der Landeshauptstadt Dresden hat am 24. Juni ein Verbot für die Wasserentnahme aus allen Gewässern verboten. Die Regelung gilt bis 31. Oktober.

Obwohl es in den letzten Wochen vereinzelt ergiebig geregnet hat, gibt es seit Jahresbeginn in Dresden zu wenig Niederschlag. Viele der über 500 Bächen und Flüssen führen zu wenig Wasser oder sind teilweise ausgetrocknet. Diese extrem niedrigen Wasserstände werden nach den derzeitigen Wetterprognosen auch in den kommenden Wochen nicht durch Niederschläge ausgeglichen werden können.

Deshalb gilt ab sofort: Wasserentnahme mittels Pumpen aus allen oberirdischen Gewässern im Stadtgebiet Dresden verboten. Das gilt sowohl für größere Gewässer wie zum Beispiel Weißeritz, Lockwitzbach oder Prießnitz, als auch für kleine und ganz kleine wie zum Beispiel den Weißiger Dorfbach, den Schelsbach oder den Tummelsbach. Auch das Schöpfen mit Kannen und Eimern im Rahmen des Gemeingebrauchs ist untersagt. Diese Regelung gilt bis 31. Oktober.

Wasserentnahme nur mit wasserrechtlicher Erlaubnis möglich

Nicht betroffen vom genannten Verbot sind Wasserentnahmen, für die eine wasserrechtliche Erlaubnis vorliegt. Die Inhaber einer solchen Erlaubnis müssen deren Nebenbestimmungen beachten. Werden bei Gewässerkontrollen Verstöße festgestellt, können diese als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Das Bußgeld beträgt mindestens 50 Euro.

„Wer eine wasserrechtliche Erlaubnis beantragen möchte, wendet sich per E-Mail an umwelt.recht1@dresden.de an die untere Wasserbehörde. Es ist aber davon auszugehen, dass Erlaubnisse, die in der gegenwärtigen Situation erteilt werden, ebenfalls Einschränkungen bei Niedrigwasser enthalten werden“, heißt es aus dem Rathaus.

Keine Beschränkung der Grundwassernutzung

Eine Beschränkung der Grundwasserbenutzung wird aktuell noch nicht ausgesprochen. Die Grundwasserstände an den Dresdner Messstellen liegen derzeit allerdings weit unter dem langjährigen Monatsmittel und damit an der unteren Grenze des normalen Schwankungsbereichs. Die besonders niedrigen Grundwasserstände der Jahre 2018 bis 2020 sind jedoch aktuell noch nicht erreicht. Der Pegel der Elbe im Bereich Altstadt lag gestern (24.6.) bei 67 Zentimetern, heute bei 64 und und wird prognostisch bis Sonntagn (28.6.) auf 53 Zentimeter absinken.