Dresdens erste „Rundum-Grün-Kreuzung“ am Start

Rundum-Grün-Kreuzung Rothenburger/Görlitzer/Louisenstraße

An der Kreuzung Rothenburger/Görlitzer/Louisenstraße in der Dresdner Neustadt ­– der sogenannten „Schiefen Ecke“ – wird am 30. Juni Sachsens die erste Rundum-Grün-Ampel in Betrieb genommen.

Was haben Dresden und die berühmte Shibuya-Kreuzung in Japans Hauptstadt Tokio gemeinsam? Richtig: Eine „Rundum-Grün“-Ampel. Das heißt: Während die Fußgänger Grün haben, müssen der gesamte Fahrzeugverkehr einschließlich Radfahrer und Straßenbahn bei Rot warten. Dadurch können Fußgänger die Kreuzung überqueren, ohne dass es zu Konflikten mit abbiegenden Fahrzeugen kommt. Überqueren heißt in diesem Fall auch diagonal über die Straßenkreuzung gehen. Umgekehrt bedeutet diese neue Ampelschaltung, dass der Fußverkehr Rot hat, wenn alle anderen Verkehrsteilnehmer Grün bekommen.

„An der sogenannten Schiefen Ecke gehen wir neue Wege. Die Neustädterinnen und Neustädter werden diese neue Ampelregelung sicher intensiv nutzen. Wir werden die Praxis genau beobachten und dann schauen, ob sich Rundum- und Diagonalgrün auch auf andere, bevorzugt kleine oder mittelgroße Kreuzungen übertragen lässt“, sagt Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn.

Die Gesamtkosten für den Ampelumbau (neues Steuergerät) und das Aufbringen der neuen Markierungen auf der Kreuzung betragen 75.000 Euro. In einer Befragung können sich die Nutzer bis Ende Oktober über die neue Ampelschaltung äußern. Das Projekt ist Teil des Vorhabens „Louisenstraße im Wandel“ zur Umgestaltung der Louisenstraße für mehr Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität.

Link zur Umfrage: www.dresden.de/louisenstrasse