Wer mit dem Rad bis zum Bahnhof rollt, um dann zum Beispiel mit der Bahn zur Arbeit zu fahren, will eines ganz sicher nicht: sich Sorgen um die Sicherheit seines Drahtesels machen müssen.
In Dresden setzt man genau hier an und schafft sichere und komfortable Stellplätze durch neue Bike+Ride-Anlagen an den S-Bahnhöfen in Dobritz und Cossebaude. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, unterstützt der Bund die beiden Vorhaben mit insgesamt rund 160.000 Euro. Die Förderbescheide übergab Thomas Kralinski, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), vor wenigen Tagen die Zweite Bürgermeisterin Eva Jähnigen.
Die Förderung erfolgt im Rahmen der Bike+Ride-Offensive der Deutschen Bahn und der Bundesförderung für kommunalen Klimaschutz. Insgesamt investiert die Stadt rund 228.500 Euro in die beiden Anlagen. Neben der Bundesförderung beteiligt sich der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit jeweils 15 Prozent an den Kosten. Die verbleibenden 15 Prozent trägt die Stadt Dresden.
36 neue Stellplätze in Dobritz
Am S-Bahnhof Dobritz wird die bestehende Radabstellanlage nach jetziger Planung Anfang 2027 erweitert. Vorgesehen sind 36 zusätzliche Stellplätze, davon 24 abschließbare Plätze in einer gesicherten Sammelschließanlage. Die weiteren zwölf Stellplätze entstehen überdacht als Doppelstockparker. Die Kosten für die Erweiterung liegen bei rund 126.100 Euro.
24 sichere Stellplätze in Cossebaude
Auch am Bahnhof Cossebaude wird die bestehende Radabstellanlage erweitert. Im ersten Quartal 2027 sollen dort 24 abschließbare Fahrradstellplätze in einer Sammelschließanlage entstehen. Errichtet werden Doppelstockparker, die vor Witterung und unbefugtem Zugriff geschützt sind. Die Kosten betragen rund 102.400 Euro.
Mit den neuen B+R-Anlagen will die Stadt nach eigenen Angaben den Umstieg vom Fahrrad auf Bus und Bahn attraktiver machen. „Gerade hochwertige Fahrräder und E-Bikes werden an Bahnhöfen häufig ungern abgestellt, weil sie dort Diebstahl und Vandalismus ausgesetzt sein können. Abschließbare Stellplätze bieten mehr Sicherheit und erleichtern damit die Kombination von Fahrrad und Bahn im Alltag“, ist man im Rathaus überzeugt.
Neben den B+R-Anlagen profitieren auch die Radverkehrsanlagen im Zuge des Großprojektes Königsbrücker Straße von einer Bundesförderung. Dafür stellt der Bund rund 4,9 Millionen Euro bereit.