Das Ensemble des Staatsschauspiel Dresden ist aus den Theaterferien zurück und steht wieder auf der Bühne. Zugleich hat sich das Schauspielhaus am Postplatz teilweise in eine Baustelle verwandelt. Seit Juli wird nämlich das Foyer instandgesetzt und gleichzeitig beim Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht.
Die aktuelle Baumaßnahme erstreckt sich über vier Ebenen: das Vestibül, die Parkett-Ebene, den 1. und den 2. Rang. Saniert wird in mehreren Bauabschnitten. Die Räume sollen voraussichtlich zur Spielzeiteröffnung im Herbst 2027 frisch saniert an den neuen Intendanten Hasko Weber, derzeit Interims-Intendant in Cottbus, übergeben werden. Der Freistaat investiert rund zwei Millionen Euro in die Baumaßnahmen.
Bauarbeiten auf vier Etagen
Die Wandelgänge werden nach historischem Vorbild restauriert. Dabei erhalten die alten Gewölbe ihre Stuckelemente und die Foyers durch die original anmutenden Spiegel und schweren Vorhänge ihr historisches Aussehen zurück. Die gerade zu Ende gegangene Spielzeitpause wurde bereits genutzt, um die alten Garderoben in den Ebenen zurück zu bauen und Erkundungsbohrungen durchzuführen. Außerdem wurden Fädelöffnungen für die neue Elektro-Verkabelung hergestellt. In der Parkett-Ebene wurden der rote Teppich zurück gebaut, das Parkett abgeschliffen und die Fußbodenflächen versiegelt. Die historischen Gemälde, die die »Ahnengalerie« des Theaters umfassen, sind von den Wänden abgenommen und zur Restaurierung übergeben.

In der aktuellen Spielzeit 2026/2027 werden die historischen Stuckdecken wiederhergestellt und die Veranstaltungstechnik erneuert. Dafür wurden im Foyer des 1. Ranges ein Gerüst und ein Tunnel in Trockenbau errichtet. Trotz der umfangreichen Arbeiten wird der Spielbetrieb in vollem Umfang aufrechterhalten. Rund zwei Millionen Euro investiert der Freistaat in die gesamte Baumaßnahme.
Das Gebäude des Staatsschauspiels wurde als eines der ersten Stahlbetongebäude in Dresden am 13. September 1913 eröffnet. 1945 zum Teil zerstört und später wiederaufgebaut, beheimatete das Gebäude 1948 als Großes Haus des Staatstheaters Dresden Schauspiel, Staatskapelle und Oper. Sein heutiges Erscheinungsbild verdankt es einer Komplettsanierung im Jahr 1995.