Stehen oder gehen: Hier hat der Copwboy das Sagen

Cowboy Ampel Radebeul
Foto: Claudia Hübschmann

Das ist mal eine ganz besondere Ampel, auf die Radebeul und natürlich auch der Oberbürgermeister der Lößnitzstadt Bert Wendsche vor einer Woche einweihen konnten. Denn an der Fußgängerampel Schildenstraße/Ecke Meißner Straße, unmittelbar vor dem neu entstehenden Empfangsgebäude des Karl-May-Museums, zeigen jetzt anstelle der normalen Ampelmännchen ein roter und ein grüner Cowboy an, wann die Straße passiert werden darf.

Die Motivampel ist ein Geschenk der Stadt St. Ingbert an Radebeul anlässlich des 35. Jahrestages deren Städtepartnerschaft und dürfte hier in der Region um Dresden die einzige weit und breit sein – abgesehen vom rot-grünen-Zopfmädchen am Dr. Külz-Ring, das seit 2005 hier leuchtet.
Die Verbindung zwischen Radebeul und St. Ingbert gehört übrigens zu den langjährigsten deutsch-deutschen Städtepartnerschaften. Ihren Ursprung hat sie in engen wirtschaftlichen Kontakten zwischen der Firma Haaf aus St. Ingbert und dem damaligen VEB Druckmaschinenwerke Planeta (heute König Bauer AG) in Radebeul. Die offizielle Partnerschaftsvereinbarung wurde am 24. Juni 1988 unterzeichnet.

In den vergangenen fast vier Jahrzehnten ist daraus ein lebendiges partnerschaftliches Miteinander entstanden. Bürgerfahrten, Jubiläumsfeiern und kultureller Austausch gehören ebenso dazu wie gegenseitige Unterstützung in schwierigen Zeiten wie z.B. bei den Fluten 2002 und 2013.