52. Zschachwitzer Dorfmeile

Zschachwitzer Dorfmeile
Foto: Verein

Die Zschachwitzer können feiern! Das stellen sie jedes Jahr im Mai und im Dezember mit ihrem Dorfmeile-Fest unter Beweis. An diesen Wochenenden – jeweils am zweiten Mai- und Dezembersamstag – öffnen sie ihre Geschäfte und beleben die Meile mit Verkaufsständen, buntem Markttreiben und vielen Angeboten für die großen und kleinen Besucher.


Am 8. und 9. Mai ist es wieder soweit: Die 52. Dorfmeile startet. Los geht’s am Freitag um 17 Uhr auf dem Festplatz mit Fassbieranstich, Cocktails, Wein, Bowle und Gegrilltem. Gegen 19 Uhr singt der Striesener Männerchor unterm Maibaum.

Am Samstag, den 9. Mai, werden Fürst Putjatin und Lehrer Locke um 10 Uhr die 52. Dorfmeile dann ganz offiziell eröffnen. Und alles, was zu einem zünftigen Dorffest dazugehört, wird geboten: Trödelmarkt und Hoffeste, Musik, Tanz und Tombola, viele Bastel- und Spielmöglichkeiten für Kinder sowie Vorträge zur Geschichte des Viertels. So wird es einen historischen Spaziergang mit Gert Scykalka zum Thema „Straßennamen in Kleinzschachwitz vor 100 Jahren“ geben (11 Uhr ab Putjatinplatz) und Olaf Knoll vom Verein Brühlsche Terrasse e.V. wird über den Wiederaufbau des Taschenbergpalais 1993–1995 sprechen (13.30 Uhr, Gemeindesaal der Katholischen Kirche). Der Festumzug ab 18 Uhr mit der Schalmeienkapelle Lauterbach 1926 läutet dann so langsam das Ende der Veranstaltung ein.

Licht für den Putjatinplatz

In all den Dorfmeile-Jahren gab es immer wieder Projekte, für die fleißig gespendet wurde, unter anderem auch der Erlös aus den jeweiligen Tombolas. So konnten in der Vergangenheit schon viele gute Projekte (mit)finanziert werden, die allen Kleinzschachwitzern zugute kommen. Zum Beispiel der Lesepavillon am Lockwitzbach auf der Bahnhofstraße, die neue Orgel in der Katholischen Kirche an der Meußlitzer Straße, die weihnachtliche Beleuchtung entlang der Dorfmeile oder der Sandkasten mit Sonnensegel für das Putjatinhaus. Geld floss auch für die Finanzierung eines Brünnleins (Vogeltränke) im Volkspark Meußlitz, neue Saalbeleuchtung im Putjatinhaus oder den Bau des „Kletterwaldes“ auf dem Waldspielplatz Zschachwitz).

Dieses Mal heißt die Spendenaktion „Licht für den Putjatinplatz“. Denn auf dem kleinen Platz vor dem Nahkauf war es bisher ziemlich dunkel. „Wir wünschen uns schon lange eine ansprechende Beleuchtung“, sagt Claudia Gütter, die zum fleißigen Orgateam des Festes gehört. Schon zur jüngsten Dorfmeile im Dezember wurde daher zu Spenden aufgerufen und auch dieses Jahr fließt das Geld in das Projekt. Das fand man wiederum im Stadtbezirksamt so interessant, dass man es zusammen mit der Stadt und dem Dorfmeile Zschachwitz e.V. zur Gemeinschaftsaktion erklärte und auch Großsponsoren wie Nahkauf Köckeritz dafür gewinnen konnte. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir die Idee umsetzen konnten“, so Claudia Gütter. Denn am 9. Mai heißt es dann gegen 10.30 Uhr tatsächlich „Licht an auf dem Putjatinplatz“, wenn der historische Kandelaber erstmals offiziell zum Leuchten gebracht wird.

5. Dorfmeile-Lauf

Zur kleinen Tradition innerhalb der beiden jährlichen Dorfmeilen-Feste gehört inzwischen der Dorfmeile-Lauf. In diesem Jahr findet er zum fünften Mal statt. Hier kann jeder mitmachen, der Lust auf Bewegung hat. Gelaufen wird zwischen 13 und 16 Uhr auf dem Sportplatz, sieben Runden sind das Ziel. Das Ganze ist kostenlos. „Beim letzten Mal lag das Alter der Teilnehmer zwischen drei und über 80 Jahren.“

Wie alles begann

Der Ursprung des Vereines geht zurück in das Jahr 2000. Damals kam die Idee von Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden auf, ein gemeinsam organisiertes Fest auf die Beine zu stellen, um damit näher zusammenzurücken und raus aus der Anonymität zu kommen. Ein lustiger Flyer mit Schneemann und Schlitten wies auf die erste Veranstaltung am 16. Dezember 2000 mit Basteln, Malen, Ponyreiten und Modenschau hin. Der Name war schnell gefunden und der Bereich der Dorfmeile vom Getränkegutshof Scholz bis zum einstigen Geschäft Foto Haftmann „abgesteckt“. Das kam offenbar so gut an, dass die 1. Dorfmeile geboren war – allerdings ohne zu ahnen, dass man nun 26 Jahr später bereits die 52. Meile feiern würde. 2002 wurde der Verein im Vereinsregister des Amtsgerichtes Dresden eingetragen, 2010 folgte die amtlich bescheinigte Gemeinnützigkeit. Dank Unterstützung von Sponsoren, durch das zuständige Ortsamt, die Evangelische Stephanusgemeinde, die Katholische Gemeinde „Heilige Familie“, das Putjatinhaus, ortsansässige Vereine, Schulen, Kindergärten sowie vielen Anwohnern ist die Dorfmeile genau das, was einst das Ziel war: Ein buntes (und immer noch eintrittsfreies) Fest für alle Zschachwitzer – Gäste sind natürlich gern gesehen.