Kunstpreis für Peter Schreier

Peter Schreier Foto: Una Giesecke

Dresden ehrt den seinerzeit führenden Mozart-Tenor für sein Lebenswerk, wie die Landeshauptstadt heute in einer Pressekonferenz bekannt gab. Es umfasst über 60 Opernpartien und rund 300 Schallplatten. Am 19. März findet die diesjährige Verleihung im Schloss Albrechtsberg statt.

Er sei im Vorfeld gefragt worden, ob er den Kunstpreis annehme, erzählt Peter Schreier den anwesenden Journalisten. „Kann man das ablehnen?“ Er sei in Dresden aufgewachsen und hänge an seiner Heimat. Der weltbekannte Sänger wohnt bis heute am Elbhang. Internationale Tourneen hatten ihn zu DDR-Zeiten oft ins westliche Ausland geführt. „Drüben zu bleiben, kam für mich aber nie infrage.“

Förderpreis für Elektronik-Festival

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Robert Schmidt, Sänger Peter Schreier, Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch sowie Henry Kreczynski und Kai-Uwe Reinhold vom Förderpreisgewinner Dave (v. l.) Foto: Una Giesecke

Zeitgleich vergibt die Stadt alljährlich einen ebenfalls mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis. Als musikalischen Kontrapunkt hat die Jury 2016 dafür das Festival Dave ausgewählt. Der Name steht für Dresden Audio Visual Experience. Gerade weil der Stadt zuweilen Provinzialität vorgeworfen wird, freute sich die Beigeordnete für Kultur Annekatrin Klepsch, dass dieses Projekt, das elektronischer Musik neue Orte und Zugänge erschließt, prima zeige, welch innovative Potenziale sich hier entfalten.

So hatte beispielsweise die Vertonung des Stummfilms Panzerkreuzer Potemkin im Militärhistorischen Museum für Aufsehen gesorgt. Im Oktober dieses Jahres ist zum Abschluss des Festivals eine Kooperation mit einem Barockensemble in der Martin-Luther-Kirche geplant.

Una Giesecke

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