Dresdner Nordbad feiert eine Woche lang 20-Jähriges

Mit Geburtstagstorte wurde heute im Nordbad das 20. Jubiläum gefeiert. Foto: Una Giesecke

Torte, Sekt, Blumen und Livemusik – alles, was zu einem Jubiläum gehört, wurde aufgefahren. Am heutigen Freitag feierte das Nordbad im Herzen der Äußeren Neustadt seinen 20. Geburtstag. An die Wiedereröffnung im März 1997 erinnerten mehrere Redner. Als still schmunzelnder Gast war Heiner Sonderfeld, damals verantwortlicher Stesad-Chef, mit Gattin angereist.

Matthias Waurick, Chef der Dresdner Bäder GmbH, zu der die kleine Hinterhofhalle seit 2014 gehört, belegte deren Beliebtheit mit Zahlen: Jährlich kommen rund 30.000 Menschen vorrangig aus der Nachbarschaft zum Schwimmen, 30.000 gehen in die Sauna, 12.000 Besucher nutzen die Aqua-Kurse der angeschlossenen Physiotherapie und 8.000 kommen zu Vereinsveranstaltungen.

Als still schmunzelnder Gast war Heiner Sonderfeld, damals verantwortlicher Stesad-Chef, mit Gattin angereist. Foto: Una Giesecke

Sportbürgermeister Peter Lames gratulierte ebenso, schließlich habe er eine persönliche Beziehung zum Nordbad, erzählte der Familienvater: „Die Kinder im Planschbecken, die Gattin in der Sauna – unzählige Nachmittage sind im Familiengedächtnis geblieben, sogar das Seepferdchen hat der Sohn hier absolviert.“

Erinnerungen hat auch der Fotograf Günter Starke zusammengetragen: Eine Ausstellung auf der Galerie zeigt die Geschichte von der Eröffnung durch den Grundstücksbesitzer 1895 über den Eigentümerwechsel aufgrund der Inflation zur Kommune und Notsanierung in der Nachkriegszeit bis zur Schließung 1975. Dank der Bürgerinitiative IG Äußere Neustadt wurde der nachdrückliche Bürgerwille unüberhörbar und vom verantwortlichen Sanierugsträger Stesad im ersten Sanierungsgebiet Dresdens aufgegriffen. Doch nur „Finanzierungswunder“ durch Dussmann-Stiftung und EU-Förderung ließen den 13-Millionen-DM-Wunschtraum zu Weihnachten 1996 schließlich wahr werden.

Band vorm Planschbecken und Rednerpult in der Schwimmhalle – so wurde die Festwoche am Freitag, dem 24. März eröffnet.
Foto: Una Giesecke

„In Dresden werden Bäder nicht einfach vergessen, bloß weil sie ein paar Jahre zu sind“, kommentierte Lames die Bedeutung von starken Bürgerbewegungen und schürte damit Hoffnungen in Richtung Sachsenbad.

Doch nun wird erst mal gefeiert: In der Festwoche vom 25. bis 31. März sind Groß und Klein zu Sonderveranstaltungen und Geburtstagsangeboten eingeladen wie Mitternachtssauna „Licht und Klang“, Wasserspaß mit Laufball und Aqua-Puzzle, Damen- und Herrensauna mit Sekt und Bier, Unterwasserfotografie und Meerjungfrauenschwimmen.

http://www.nordbad-dresden.de/20-jahre-wiedereroeffnung/

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