Schau mit Originalskulpturen des Barockgarten Großsedlitz

Spaziergänger gehen im sächsischen Großsedlitz durch den Barockpark. Foto: Matthias Hiekel/Archiv
Spaziergänger gehen im sächsischen Großsedlitz durch den Barockpark. Foto: Matthias Hiekel/Archiv

„Heidenau (dpa/sn) – Bei einigen göttlichen Skulpturen im Barockgarten Großsedlitz bei Heidenau (Sächsische Schweiz) haben Besucher ab 1. April den direkten Vergleich zwischen Original und Kopie. Für eine Ausstellung in der Oberen Orangerie wurden 16 besonders wertvolle Kunstwerke restauriert und konserviert, wie der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) in Dresden am Mittwoch mitteilte. Pomona, Flora, Merkur, Hera oder Melpomene wurden dabei nur gereinigt und standfest gemacht, um Versehrtheit und Beschädigungen zu zeigen. Der Freistaat investierte rund 130 000 Euro in den vergangenen beiden Jahren.

Großsedlitz südöstlich von Dresden gilt als eine der bedeutendsten barocken Gartenanlagen Deutschlands und Sachsens Versailles. Sie wurde von den Architekten Johann Christoph Knöffel, Matthäus Daniel Pöppelmann und Zacharias Longeluene gestaltet, blieb aber wegen der Hinwendung des legendären Kurfürsten August der Starke (1670-1733) unvollendet. Mangelnde Nutzung sowie Kriegszerstörungen ließen den Park verfallen, 1871 wurde das Schloss großteils abgerissen.

Seit 1992 ist der Freistaat Eigentümer des Barockgartens, ließ Gebäude und Anlage restaurieren und rekonstruieren. Zur Ausstattung gehören mehr als 60 Skulpturen, davon 24 Originale, sowie im Sommer rund 400 Kübelpflanzen.“

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