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Dresdner Verkehrsbetriebe testen neue Fahrscheinautomaten

Auf der Monitor-Startseite sind die zehn Favoriten-Ticketarten direkt anwählbar. Foto: Una Giesecke Auf der Monitor-Startseite sind die zehn Favoriten-Ticketarten direkt anwählbar. Foto: Una Giesecke

Eine Traube bildet sich an der Königsbrücker Straße/Ecke Bischofsweg um den Fahrscheinautomaten. Eines der acht neuen Pilotgeräte der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) steht da „auf Bewährung“. Und es bewährt sich: Binnen drei Minuten hat sich die Schlange aufgelöst.

Denn im Vorfeld hatten rund 60 Kunden die Menüführung getestet. Die zehn meistgefragten Fahrscheinarten sind direkt von der Startseite aus anwählbar. „Das sind rund 90 Prozent aller Tickets, zumeist für Dresden“, sagt DVB-Sprecherin Anja Ehrhardt.

Display und Bedienung sind niedriger angebracht, etwa in Brusthöhe Erwachsener, und so für kleinere und Menschen mit Behinderung besser zu erreichen. Sowohl Giro- als auch Kreditkarte werden über kontaktlosen Kartenleser akzeptiert, ebenso 50-Euro-Scheine. Das Wechselgeld kommt nun auch in Scheinen zurück. Die Ticketmaschinen bestellen zudem automatisch Wechselgeld und Fahrscheinpapier nach, sobald es knapp wird.

Doch die bargeldlose Kartenzahlung werde laut DVB sehr gut genutzt. Nach Ende der Testphase werden auch Barcode-Scanner freigeschaltet. „Vielleicht wird dann gar nicht mehr so viel Bares benötigt“, hofft Anja Ehrhardt darauf, dass damit auch das Vandalismusinteresse nachlässt.

Und falls doch wieder Automatenknacker in Aktion treten? „Alle Geräte sind mit Rauchmeldern ausgestattet und online“, sagt die Sprecherin. „Sobald eine Störung auftritt, sieht das die rund um die Uhr besetzte Leitstelle und kann sofort eingreifen.“

Aus für die alten „Blechtrottel“

„Die 20 Jahre alten Automaten waren den Dresdnern ans Herz gewachsen, aber es gibt kaum noch Ersatzteile“, sagt Vorstand Andreas Hemmersbach über das notwendige Aus für die „Blechtrottel“. „Wir mussten und wollten für insgesamt 4,9 Millionen Euro modernisieren.“ Dazu steuern der Freistaat Sachsen 3,6 Millionen und der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) 720 000 Euro bei.

Weitere Testgeräte stehen an den Haltestellen Trachenberger Platz, Straßburger Platz, Albertplatz, Prager Straße, Pirnaischer Platz, Bunsenstraße und Stauffenbergallee. Verläuft der Pilotbetrieb auf Praxistauglichkeit bis August erfolgreich, werden bis zum Jahresende alle weiteren Automaten bis auf wenige Ausnahmen an den gleichen Standorten ausgetauscht.

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