Getestet auf Mitbewohner-Tauglichkeit

Auch der Linolschnitt „Waldfrucht“ von Stephanie Marx wird zu sehen sein. ( Ilustration: sz Kunstmarkt)

Wie es ihr gelungen ist, Michael Sowa für den SZ-Kunstmarkt zu gewinnen? Für Sabine Schäufele ist das keine Frage. Seit sie in den frühen Neunzigern Bekanntschaft mit einigen seiner Arbeiten machte, ist sie begeistert von diesem Tier-Poeten. Nachdem es ihr schon gelang, Sowa in der Karikaturenausstellung zu platzieren, war ihr seine Teilnahme jetzt ein besonderes Anliegen: „Die Künstler spüren doch, wenn jemand mit dem Herz dabei ist“, sagt die Chefsekretärin der DDV-Mediengruppe.

Zarte Farbverläufe und Charaktervögel

Wenn sie am Wochenende die Räume rund um das Foyer der Sächsischen Zeitung besuchen, werden auch die Kunstinteressierten eine besonders gelungene Kunstzusammenstellung registrieren. Unter den 39 Künstlern, die Schäufele nach ihrer bewährten Formel „viel aus der Region, ein Drittel Neue, ein besonderer Gast, zu gleichen Teilen Skulptur, Grafik, Malerei“ auswählt, sind bekannte Namen wie Stephanie Marx, die ihre Linolschnitten mit zarte Farbverläufen druckt, oder Ute Naue-Müller, deren Charaktervögel bereits eine Fangemeinde auf dem Kunstmarkt haben. Es sind Entdeckungen darunter wie die Fotografien von Katrin Karras, die wirken, als hätten sie eine dicke Patina aus märchenhaften Zeiten, oder die Holzskulpturen von Silvio Ukat, in denen oft ein leiser Humor mitschwingt.

Farbinseln für zu Hause

Auf dem SZ-Kunstmarkt geht es nicht um Werke, die für Ausstellungshallen gedacht sind. Ihre wahre Stärke ist ihre Mitbewohner-Tauglichkeit. Und das wiederum meint Schäufele ernst: „Manche Bilder haben die Fähigkeit, die aktuellen Sorgen vergessen zu machen.“

Die schiefen Zeichnungen der Berlinerin Elke Pollak machen ihr zuverlässig gute Laune. Die Stadtlandschaften des alteingesessenen Dresdner Künstlers Günter Hein sind auf Zeitlosigkeit reduziert. In Jochen Fiedlers Malereien und Aquarellen, die meist vor Ort in der Sächsischen Schweiz entstehen, sind die Jahreszeiten die Farbgeber: die orange-violetten Blumenkaskaden der alten Bauerngärten, weißgraue Schneeinseln auf rostroten Ziegeldächern. Mitbewohner, die nie nerven werden. (dawo)


Was: 8. SZ-Kunstmarkt
Wann: 5. Mai, 10-19 Uhr
Wo: Haus der Presse, Dresden
Eintritt: frei
Internet: www.sz-kunstmarkt.de

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