Der Krypto-Markt ist im Mainstream angekommen

Quelle: Pixabay

Vor ein paar Jahren waren es gerade einmal ein paar Computernerds, die mit den Begriffen „Kryptowährung“, „Bitcoin“ oder „Blockchain“ etwas anfangen konnten. Der Bitcoin, jahrelang als „Währung der Kriminellen“ bezeichnet, konnte sich jedoch 2017 derart in Szene setzen, sodass man durchaus sagen kann, die digitalen Währungen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Natürlich sind die technischen Details, allen voran die Struktur der Blockchain, nur schwer zu verstehen. Doch fairerweise muss an dieser Stelle behauptet werden, dass es der Mehrheit nicht darum geht, warum und weshalb man Bitcoins transferieren kann – es geht um die Frage, wie hoch wird der Preis des Bitcoin noch steigen können.

Denn auch wenn der Bitcoin eine digitale Währung ist, so wie natürlich alle anderen Kryptowährungen auch, so wird er vorwiegend als Spekulationsobjekt wahrgenommen.

Die Wertentwicklung des Bitcoin – zwischen Allzeithoch und Rekordabsturz

Anfang 2017 lag der Bitcoin bei 1.000 US Dollar. Im Dezember desselben Jahres kratzte die Kryptowährung an der 20.000 US Dollar-Grenze. Auf einmal drehte sich alles nur noch um die digitale Währung, die eine unglaubliche Wertsteigerung verbuchen konnte. Doch der Höhenflug wurde kurze Zeit später beendet: Innerhalb weniger Tage rutschte der Bitcoin auf 10.000 US Dollar ab – Ende 2018 bewegte sich die Kryptowährung im Bereich der 3.000 US Dollar. Die Blase war, so die Kritiker, endgültig geplatzt und der Bitcoin wurde für tot erklärt.

Doch Totgesagte leben bekanntlich länger: Anfang 2019 folgte dann das Comeback der Mutter aller Kryptowährungen. Bis Ende Juni 2019 schoss der Bitcoin auf knapp 14.000 US Dollar – laut den Prognosen war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Bitcoin die magische 20.000 US Dollar-Hürde knacken würde. Doch es kam anders: Ende des Sommers folgte dann der (neuerliche) Absturz – auf einmal bewegte sich der Bitcoin wieder bei 7.500 US Dollar.

Anfang November konnte sich die Kryptowährung stabilisieren; zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: Mitte November) bewegt sich der Bitcoin zwischen 8.700 US Dollar und 9.100 US Dollar.

Verluste sind immer möglich

Die Prognosen sind vielversprechend. Das ist auch ein Grund, warum sich immer mehr Privatanleger mit dem Kryptomarkt befassen. Da aufgrund der Niedrigzinspolitik, die seit Jahren von der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) verfolgt wird, alle traditionellen Sparprodukte zerstört wurden, sind nun Alternativen gefragt. Und hier hat sich der Bitcoin, aufgrund des Jahres 2017, durchaus in den Mittelpunkt gedrängt.

Investiert man direkt in die Kryptowährung oder über Bitcoin Superstar, so muss man jedoch immer berücksichtigen, dass es natürlich immer zu (hohen) Verlusten kommen kann. Aus diesem Grund sollte man ausschließlich nur frei verfügbares Kapital investieren. Geld, das man etwa im kommenden Monat für die Mietvorschreibung oder Kreditrate braucht, sollte keinesfalls angerührt werden.

Denn selbst wenn es ein paar ausgesprochen gute Prognosen gibt, so stellen diese keine Gewinngarantie dar. Hier handelt es sich um mögliche Entwicklungen – es kann also, entgegen der Meinungen der Experten, auch immer wieder zum Kursabsturz kommen.

Welche Auswirkungen wird Facebooks Kryptowährung Libra haben?

Ein weiterer Punkt, der natürlich einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Kryptowährungen, allen voran auf den Bitcoin hat, ist die immer größer werdende Akzeptanz. Denn immer mehr Online Shops akzeptieren nun auch den Bitcoin, wie auch andere digitale Währungen, als Zahlungsmittel.

Aber auch der Plan von Facebook, mit Libra eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen zu wollen, wird wohl einen erheblichen Einfluss auf die digitalen Währungen haben. Auch wenn es von Seiten der Notenbanker, Regierungschefs wie Finanzexperten Kritik hagelt, da man die Angst hat, Libra könnte für eine Finanzinstabilität sorgen, so wird sich das Projekt – zumindest nach heutigem Stand – nicht verhindern lassen.

Noch ist unklar, ob der Libra den Bitcoin stärkt oder mitunter zur Konkurrenz wird. Fakt ist: Die Kryptowährung aus dem Hause Facebook wird den gesamten Kryptomarkt beeinflussen – und wohl dafür sorgen, dass digitale Währungen noch mehr in die Mitte der Gesellschaft rücken. Denn wenn die rund 2,5 Milliarden Facebook-Nutzer mit Libra in Kontakt kommen, könnte das die Finanzwelt durchaus auf den Kopf stellen.

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