30 Jahre Deutsche Einheit und Tourismus in Sachsen

Schloss Moritzburg ist eines der reizvollsten Naherholungsziele Dresdens. Die barocke Schlossanlage in mitten eines Teiches zieht jährlich tausende Besucher an. // Foto: Rainer Weisflog/Archiv

Der Fall der Berliner Mauer war 1989 ein Glücksfall für die Deutschen. Ein wichtiger Treiber war der Wunsch der DDR-Bürger nach Reisefreiheit.

Es folgten gravierende gesellschaftliche und politische Veränderungen. Das Leben vieler Deutscher wandelte sich fundamental. Mit der Wirtschafts- und Währungsunion sowie der Einführung der D-Mark war nun der Urlaub auf Mallorca oder in Griechenland möglich. Aber auch in vielen Regionen Ostdeutschlands entwickelte sich der Tourismus zum Hoffnungsträger. Die Kapazitäten waren zunächst gering, die Nachfrage hoch und damit die Preise überhitzt. Die Unterschiede zwischen Ost und West waren gravierend. Der Westen hatte etablierte Strukturen, der Osten stand am Anfang.

Dazu erklärt Landrat Rolf Keil, Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen e.V.: „Die Ostdeutschen haben sich vor dreißig Jahren nicht nur die Reisefreiheit erkämpft, sondern mit viel Mut, Heimatliebe, Unternehmergeist und Engagement die Grundlagen für einen wachsenden Tourismus geschaffen. Das Reiseland Sachsen ist heute ein beliebtes Reiseziel. Kamen im Jahr 1992 ca. 2,2 Mio. Gäste in den Freistaat  waren es im Jahr 2019 fast viermal so viel. Die Anzahl der Übernachtungen hat sich verdreifacht. Sachsen ist heute Kulturreiseland Nummer 1 in Deutschland und erwirtschaftet im Tourismus 8,1 Mrd. Euro Bruttoumsatz pro Jahr. Hinter dieser Gemeinschaftsleistung stehen mutige Unternehmer, Tourismuskommunen und engagierte Mitglieder in vielen Vereinen und Verbänden!

Auch wenn es in den dreißig Jahren immer wieder Rückschläge für den Tourismus durch Krisen und Katastrophen gab, haben wir diese mit viel Kraft, Ideen und Veränderungsbereitschaft überwunden. Die Coronapandemie ist ein neues Kapitel, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Die Krise ist noch nicht überwunden. Wir brauchen jetzt mehr denn je den festen Zusammenhalt – in den Unternehmen, in unserem Verband, der Branche und der Gesellschaft insgesamt.“, so die Einschätzung des LTV-Präsidenten. 

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