Neue Corona-Regeln für Sachsen

Foto: Robert Michael/Archiv

Auch der Freistaat reagiert auf die steigenden Corona-Infektionszahlen. In einem Stufenplan werden nun neue Regeln eingeführt, sobald eine bestimmte Schwelle der Corona-Fälle erreicht ist.

Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Risikogebieten auf. Das kündigte die Landesregierung am Donnerstag (15. Oktober) nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus Sachsen an. Die Regelung soll ab Samstag, den 17. Oktober gelten. „Wir werden also in den Herbstferien kein solches Verbot mehr haben“, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).

Zugleich appellierte sie, sich an die Regeln zu halten. Ministerpräsident Kretschmer (CDU) hatte schon am Mittwoch gesagt, dass er das Verbot nicht für angemessen hält. In Sachsen galt es seit Juni. Es sei nicht verhältnismäßig, da „werden Menschen getroffen, die nichts mit Krankheit zu tun haben“, sagte er am Donnerstag.

Zugleich zeigte sich Kretschmer besorgt über den erheblichen Anstieg der Infektionen. „Deswegen ist es richtig, dass wir uns gemeinsam auf den Weg machen, diese Entwicklung zu brechen.“ Kretschmer verwies auf Tschechien, wo das Gesundheitssystem kurz vor dem Kollaps sei. Das dürfe hier nicht passieren. Das Vorgehen müsse aber sachgerecht, vernünftig und entschlossen sein. Zugleich kündigte Kretschmer schärfere Regeln an, die in einem Stufenplan eingeführt werden sollen.

Die erste Stufe greift demnach bei 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dann ist in der Gastronomie eine Sperrstunde um 23.00 Uhr vorgesehen. Bei 50 Neuinfektionen gilt ab 22.00 Uhr ein Verkaufsverbot. Private Feiern sollen begrenzt werden. Eine Maskenpflicht an Schulen ist nicht vorgesehen. Allerdings will man sich in den kommenden Tagen darauf verständigen, wo künftig eine Maske zu tragen ist, etwa an Bushaltestellen und bei Behördengängen.

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