Dresden: Polizei warnt vor Betrügern

Frau um 60.000 Euro betrogen
Symbolfoto: Bernd Settnik/Archiv

Derzeit versuchen Unbekannte im gesamten Stadtgebiet Geld und Wertgegenstände zu erbeuten.

Die Täter riefen vornehmlich bei älteren Menschen an und gaben sich als Polizeibeamte aus. Sie berichteten von angeblich gestellten Einbrecherbanden, bei denen Hinweise auf die Wohnung der Angerufenen gefunden wurden. Zur Sicherheit sollten die Senioren ihr Geld und Wertsachen an einen vermeintlichen Polizeibeamten übergeben. In manchen Fällen berichteten die Täter über kriminelle Bankangestellte und brachten die Senioren dazu zur Bank zu fahren und ihr Geld vom Konto abzuheben und ebenfalls in die Hände der vermeintlichen Polizisten zu geben.

Am gestrigen Tag informierte eine Bankangestellte die Polizei, als eine 70-Jährige aus Großzschachwitz ihr Geld abheben wollte, um dies an vermeintliche Polizisten zu übergeben. Die Angestellte verhinderte damit einen Schaden von mindestens 5.000 Euro.

Am heutigen Vormittag zeigte eine 77-Jährige aus der Dresdner Neustadt an, dass sie bereits am Montag Uhren und Schmuck an einen Unbekannten übergeben hatte, der vorgab diese bei der Polizei sichern zu wollen. Nachdem er sich dann nicht mehr meldete, wurde sie stutzig und informierte die Beamten.

Das Betrugsdezernat ermittelt in weiteren Fällen. Eine genaue Zahl der eingegangenen Anrufe oder Schadenssummen liegen derzeit nicht vor.

Die Polizei rät:
Legen Sie ein gesundes Misstrauen an den Tag.
Geben Sie am Telefon keinerlei Auskünfte zu Ihren finanziellen Verhältnissen.
Übergeben Sie fremden Personen niemals Geld.
Ziehen Sie bei Zweifeln eine Vertrauensperson hinzu und verständigen Sie die Polizei. Nutzen sie dafür nicht die Rückruftaste, sondern wählen sie eigenständig die Nummer 110. Von dieser Nummer aus werden niemals Anrufe getätigt. Auch wird die Polizei kein Geld oder Wertgegenstände zur Sicherheit in Verwahrung nehmen.
Polizeibeamte können sich immer ausweisen, bestehen sie auf das Zeigen des Ausweises.

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