Hilfsprogramm „Kunst trotzt Corona“ unterstützt Dresdner Kulturprojekte

Kulturschaffende stecken in der Krise. Umso wichtiger ist das Hilfsprogramm "Kunst trotzt Corona", das Dresdner Kulturprojekte fördert. // Foto: Thessa Wolf/Archiv

Das kommunale Hilfsprogramm „Kunst trotzt Corona“ fördert Dresdner Kulturprojekte mit insgesamt 175.620 Euro.

Der KUNST-TROTZT-CORONA-Matchingfonds ist ausgeschöpft. Mit Beginn des neuen Jahres neigt sich die 2. Förderrunde der Corona-Unterstützung dem Ende zu. Dresdner Kulturschaffende konnten sich in diesem Rahmen für eine Unterstützung ihrer Crowdfunding-Kampagnen bewerben und bis zu 2.500 Euro zusätzlich für ihre Projekte erhalten.

„Die Resonanz auf den Matchingfonds war überwiegend positiv, nicht nur seitens der Kulturschaffenden. Wir haben in der Corona-Pandemie nach Instrumenten gesucht, Kulturakteure schnell und unkompliziert zu fördern. Mit dem Matchingfonds haben wir eine neue Art der Förderung abseits der kommunalen Kulturförderung erprobt und damit nicht nur das Projektvolumen erhöhen, sondern auch neue Zielgruppen erreichen können. Ich danke unserem Partner, dem Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Wir gestalten Dresden, ganz herzlich für die kreative Idee und deren Umsetzung,“ erläutert Dr. David Klein, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz.

Insgesamt 29 Projekte sind im Rahmen des Matchingfonds gestartet, von denen bereits 28 erfolgreich durch das Publikum finanziert worden sind. Die letzte Kampagne läuft am 28. Februar 2021 aus.

Dank des Publikums: aus 45.000 Euro mach 175.620 Euro

45.000 Euro aus dem kommunalen Hilfsprogramm KUNST TROTZT CORONA lagen im sogenannten Matchingfonds auf der Crowdfundingplattform startnext bereit und konnten mit der Hilfe des Publikums noch potenziert werden:

„Bisher wurden die Kampagnen von über 1.707 Menschen unterstützt, die insgesamt 130.620 Euro zusätzlich gespendet – oder wie man bei Crowdfundingkampagnen sagt – gefundet haben. Das ist fast das Dreifache der ursprünglichen Fördersumme on top!“, resümiert WGD Vorständin Anika Jankowski.

„Wir freuen uns daher sehr, dass dieses innovative und auch auf Bundesebene neuartige Förderinstrument von den Akteuren so gut angenommen wurde. Durch Crowdfunding haben Künstler*innen nicht nur die Möglichkeit, ihre Projekte umzusetzen und als Dankeschön zum Beispiel Konzertkarten oder Tickets schon vorab zu verkaufen. Sondern Crowdfunding ermöglicht auch, das eigene Projekt richtig gut zu vermarkten und neue Zielgruppen zu erschließen.“

Mit der derzeitigen Unterstützung für die Dresdner Projekte schießt der Matchingfonds nun weit über das Ziel hinaus und weist damit den Weg für neuartige Förderstrukturen. „In den Beratungen zum Förderprogramm haben wir gemerkt, dass es zwar noch ein wenig Aufklärungsarbeit benötigt, ein Gefühl für Inhalte und Umfang von Crowdfunding zu vermitteln“, schließt Carolin Gerlach von Wir gestalten Dresden, „allerdings waren die meisten Kreativschaffenden dieser Art der Förderung gegenüber sehr aufgeschlossen und neugierig. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn wir auch in Zukunft dieses Fördertool weiterhin nutzen und erproben können.“

Alle Projekte finden Sie auf der Seite des KUNST-TROTZT-CORONA-Matchingfonds unter www.startnext.de/pages/kunst-trotzt-corona

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