Weihnachts-Circus: Erste Anker im Boden, Zeltstadt im Aufbau

Weihnachts-Circus
Dreieinhalb Tage Aufbau (Start war Dienstagvormittag), dann stehen die Zelte und der Innenausbau kann beginnen. Fotos. Pönsich

Am Dienstag begann der Aufbau der drei großen Zelte für den Dresdner Weihnachts-Circus, am Freitag sollen die Zelte stehen. Die Ticketkasse an der Pieschener Allee hat bereits geöffnet.

Wie viele Anker müssen in die Erde geschlagen werden, um die Weihnachts-Circus-Zeltstadt daran zu befestigen? Genau 600, lautet die Antwort.
War das vor vielen Jahren noch harte Arbeit für kräftige Männerarme, übernimmt heute eine Maschine das In-den-Boden-Rammen. Überwacht von Männern mit eher „haltender“ Funktion.
Kraft braucht die 30-köpfige Aufbautruppe trotzdem, denn das Aufstellen der drei großen Zelte verlangt noch immer ein gehöriges Maß an Handarbeit.
Vom ersten Anker-Einschlagen am Dienstag bis zum Auflegen der letzten Zelthülle am Freitag vergingen ganze vier Tage. Und auch der weitere Zeitplan ist straff: „Der Innenausbau der Manege und der beiden Vorzelte sollte spätestens 2. Dezember fertig sein, dann noch ein paar Tage Feintuning, damit ab 7. Dezember die ersten Künstler proben können“, zählt Marketingchef Dirk Porn auf.

Erst in Dresden wird aus einzelnen „Nummern“ ein rundes Programm


Die Artisten, Zauberer, Clowns, den Balletttänzerinnen und Tierdresseure kommen in diesem Jahr aus den USA, Italien, Ungarn, den Niederlanden, aus Kolumbien, Spanien, der Schweiz, England und Tschechien. Jede einzelne Darbietung hochkarätig und mehrfach international preisgekrönt – „dennoch bedarf es eines guten Drehbuchs, um aus einzelnen Nummern ein rundes Programm zu machen“, wie Dirk Porn weiß.
Die eine Probenwoche ist daher straff durchorganisiert. Vor allem auf das Liveorchester kommen spannende Tage zu. Die elf Musiker, darunter erstmals drei Frauen, kennen sich bislang nämlich nicht persönlich. Sie kommen aus Ungarn, Deutschland und den Niederlanden und müssen erst hier im wahrsten Sinne des Wortes den richtigen Takt und Ton zueinander und zu den einzelnen Darbietungen finden. Müssen 26 Lieder drauf haben und diese perfekt spielen, denn das neue Soundsystem in der Manege soll schließlich perfekt klingen.
„Wir hatten ja bisher immer ein 15-köpfiges Orchester aus der Ukraine zu Gast, aber durch den Krieg sind viele Musiker an der Front und nicht auf der Bühne“, sagt Mario Müller-Milano.
Er verrät zugleich, dass noch eine große Überraschung auf das Dresdner Publikum wartet. „Einer der größten Zirkuskünstler weltweit wird hier im Weihnachts-Circus auftreten und mit der letzten Vorstellung in unserer Manege seine Karriere beenden.“ Um wen es sich handelt, bleibt noch geheim, verraten wird nur, dass der Künstler mit ‚15 Freunden‘ auftritt.

Nach zwei Jahren Ausfall noch eine Schippe draufgelegt


Der Dresdner Weihnachts-Circus, inzwischen nach dem Stuttgarter Weihnachtszirkus Nummer zwei in Europa, feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. „Wir haben dafür echt noch eine Schippe drauf gelegt“, verspricht Impresario Mario Müller-Milano. Mit 48 Vorstellungen gibt es neun mehr als in den Vorjahren. „An vier Tagen spielen wir sogar drei Vorstellungen täglich.“
Entgegen dem Trend und trotz hoher Investitionen in neues Licht- und Soundkonzept werden die Eintrittspreise im Jubiläumsjahr nicht erhöht. „Wir haben halt mit sehr spitzer Feder gerechnet und setzen darauf, dass die Dresdner uns die Treue halten“, sagt Dirk Porn. Einige der 48 Shows sind zum Glück jetzt schon ausverkauft …

Dresdner Weihnachts-Circus vom 15. Dezember bis 6. Januar, Tickets kosten zwischen 32 bis 48 € / ermäßigt 28 bis 44 €, erhältlich online unter http://www.dwc.de, per Hotline 0180/330 2 330 und an der Zirkuskasse Pieschener Allee, täglich 10 bis 19 Uhr

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