Sicherheit geht vor – und das gilt in diesem Jahr ganz besonders für die Weihnachtsmärkte. Denn aus einer „abstrakten Anschlagsgefahr“ (2016, Berlin, Breitscheidplatz) ist eine „hohe abstrakte Gefahr“ (2024, Magdeburg) geworden.
Deshalb gibt es überall neue Sicherheitskonzepte und deshalb müssen die städtischen Weihnachtsmärkte am Altmarkt, auf dem Neumarkt, der Hauptstraße, am Dr.-Külz-Ring, der Prager Straße und der Schlossstraße sowie alle privaten Märkte wie Augustusmarkt, Stallhof Mittelaltermarkt oder Münzgasse erstmals einen vollständig geschlossenen Zufahrtsschutz gewährleisten.
Stadt investiert fast zwei Millionen
Insgesamt verfügt die Stadt nun über rund 300 City Safes, 25 ArmisOne, 30 Mifram-Sperren, zwei TruckBlocks und 120 mit Wasser gefüllte Indutainer. Rund 1,85 Millionen Euro hat sie dafür in diesem Jahr ausgegeben, 244 Elemente waren bereits nach 2016 angeschafft worden.
Für Transport, Auf- und Abbau, Betrieb sowie Lagerung kommen jährlich rund 250.000 Euro dazu. Alle städtischen Elemente sind zertifiziert oder teilzertifiziert und ein zentraler Bestandteil der Sicherheitskonzepte. Das bedeutet, dass sie getestet sind und beim Aufprall eines 7,2 Tonnen schweren Fahrzeugs mit 48 km/h weniger als acht Meter verschoben werden können. Auf dem Augustusmarkt, der von der Zastrow + Zastrow GmbH und Agentur matteoevents betrieben wird, werden zum Beispiel auch große Transportcontainer zu Schutzelementen.

Geschlossener Zufahrtsschutz
Was „geschlossener Zufahrtsschutz“ bedeutet, heißt konkret: Eine Zufahrt auf die Marktflächen ist für den allgemeinen Verkehr nicht möglich. Die flexiblen Sperren wie die klappbaren „Armis-One“ werden eine halbe Stunde vor der Öffnung der Märkte geschlossen und erst eine halbe Stunde nach Schließung wieder geöffnet. Nur Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen dürfen bei Bedarf hindurch. Für Anwohner sowie Gewerbetreibende wird das Ein- und Ausfahren nur in dringenden Fällen während marktfreier Zeiten über kontrollierte Zufahrten ermöglicht. Angrenzende Tiefgaragen und Parkhäuser sind jedoch weiterhin erreichbar
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