Ausstellungen und ein vielfältiges Rahmenprogramm aus Führungen, Konzerten, Lesungen, Vorträgen, Schulangeboten, Familienprogrammen und Seniorenveranstaltungen zogen im vergangenen Jahr mehr als 196.000 Menschen in die Dresdner Museen.
So haben zum Beispiel im Kügelgenhaus 8.600 Menschen die Sonderausstellung zu Hans Christian Andersen gesehen, das Leonhardi-Museum konnte seine Besuchszahlen sogar auf über 10.000 Besucher mehr als verdoppeln. Besonders die Sonderausstellungen zu Stefan Plenkers und Roger Melis haben hier überregional für Aufmerksamkeit gesorgt. Den Escape-Room „Katze Q“ in den Technischen Sammlungen erlebten über 10.000 Kinder und Jugendliche. Zum jährlichen Turmfest kamen rund 4.000 Dresdner.
Ausblick auf das Museumsjahr
Für 2026 planen die Museen der Stadt Dresden zahlreiche Ausstellungen und Projekte. Zu den Höhepunkten gehören im Stadtmuseum die lang erwartete Sonderausstellung „Platte Ost/West“ sowie Ausstellungen und Veranstaltungen im Rahmen des TACHELES-Jahres zur jüdischen Kultur in Sachsen. Auch eine Kinoreihe in den Technischen Sammlungen sowie Ausstellungen im Kügelgenhaus und Kraszewski-Museum reihen sich ins Themenjahr ein. Die Städtische Galerie stellt mit Otto Altenkirch einen spätimpressionistischen Landschaftsmaler vor, der zu Unrecht im Schatten seiner Malerkollegen Gotthardt Kuehl und Robert Sterl stand. Unter Zeitgenossen galt er als der „sächsische Liebermann“. Die Technischen Sammlungen ehren den Dresdner Filmemacher und Sammler Ernst Hirsch zum 90. Geburtstag mit einer Sonderausstellung zu seinem Lebenswerk, in der auch bisher nicht gezeigte Aufnahmen zu sehen sein werden.
Ausblick auf aktuelle Sanierungsvorhaben
Bei den Technischen Sammlungen beginnt voraussichtlich Anfang 2027 die energetische Sanierung des Industriedenkmals „Ernemannbau“ (Fester, Fassade, Gebäudetechnik). Damit verbunden ist auch der Abbruch des Innenhofes, der nach dem Ende der Arbeiten am Ernemannbau in einen „Garten der Wissenschaften“ verwandelt wird.
In einem der ältesten Fachwerkhäuser Dresdens befindet sich das Carl Maria von Weber-Museum. Aufgrund seines Bauzustandes ist das einstige Sommerhaus des weltberühmten Komponisten in Hosterwitz bei Pillnitz allerdings schon seit 2024 geschlossen. Eigentlich sollte die umfangreiche und gut 3,7 Millionen Euro Sanierung von Dachtragewerk, Deckenbalken, Fachwerk sowie der Tausch bei Brandschutzanlagen und Haustechnik in diesem Jahr beendet sein. Doch die Vorbereitungen darauf seien laut Baubürgermeister Stephan Kühn so umfangreich, dass damit erst im Sommer 2027 begonnen werden kann. Lediglich das Dach wird bereits in diesem Jahr mit Fördermitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz instand gesetzt. Der Bund fördert die Gesamtbaumaßnahme mit 1,4 Millionen.
In diesem Jahr beginnt die Sanierung der mittlerweile denkmalgeschützten Robotron-Kantine. Vier Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ sowie eine zweckgebundene Spende der Familie Arnhold in Höhe von 1,5 Millionen stehen dafür bereit. Die Bauarbeiten sollen zwei Jahre dauern.
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