Noch stehen die 76 italienischen Bitterorangenbäumchen warm und sicher in ihrem Winterquartier im Barockgarten Großsedlitz. Doch bald werden 52 der inzwischen bis zu 3,5 Meter hohen und rund 120 Kilo schweren Pflanzen die 19 Kilometer lange Fahrt in Richtung Dresdner Zwinger antreten.
Zuvor werden sie noch abgeerntet und erhalten einen schicken neuen Formschnitt. Die anderen 23 Bäume dürfen den Sommer noch ein Jahr länger im Barockgarten Großsedlitz verbringen und sich vom Stress erhaolen, denn sie wurden in diesem Tagen umgetopft. Die alten Kübel waren nach fünf Jahren Nutzung durch einen holzzersetzenden Pilz teilweise morsch geworden und müssen ersetzt werden. Die Sonderanfertigungen aus deutschem Eichenholz wird in einer Böttcherei in Sachsen-Anhalt hergestellt.
Ab 1. Juni sind die anderen 52 Orangenbäume in ihren markanten blau-weißen Kübeln dann wieder bis Mitte Oktober im Zwingerhof zu finden – erstmals seit vier Jahren Pause. Denn während der aufwändigen Sanierung des Innenhofes blieben die Bäume in ihrem Winterquartier in Großsedlitz.
Neue Paten gesucht
Um die aufwändige Pflege der Pomeranzen zu finanzieren, gibt es seit 2017 ein Patenprojekt über den Freundeskreis Schlösserland Sachsen. Patenschaften werden für die Dauer von fünf Jahren geschlossen und basieren auf einer jährlichen Spende von 550 Euro. Dafür wird am Orangenbäumchen ein personalisiertes Schild angebracht. 2018 waren alle Patenschaften vergeben. Ungefähr zwei Drittel der Paten verlängern seitdem ihr Engagement regelmäßig. Aktuell suchen 20 Pomeranzen einen neuen Paten.
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