Piraten, Pharaonen, Wikinger sind unsere ewigen Stars

Wikinger
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Piraten segeln seit Jahrzehnten über unsere Kinoleinwände, Wikinger erobern regelmäßig neue Serienhighlights und Pharaonen haben keine Not, sich Ihre Mystik in unzähligen Geschichten zu bewahren. Obwohl ihre Blütezeiten Jahrtausende zurückliegen, gehören sie bis heute immer noch mit zu den beliebtesten Figuren der Unterhaltungsindustrie. Kaum ein anderes historisches Motiv wird so regelmäßig neu interpretiert und für moderne Formate einfach immer wieder neu angepasst.

Ob Film, Videospiel, Buch oder Fernsehserie. Die Faszination für Abenteuer und der Wiederentdeckung längst vergangene Welten scheint ungebrochen. Doch warum gelingt es ausgerechnet Piraten, Pharaonen und Wikingern immer wieder, die Aufmerksamkeit eines modernen Publikums auf sich zu ziehen?

Die Faszination mystischer Figuren und Eroberer

Obwohl Piraten, Pharaonen und Wikinger aus völlig unterschiedlichen Epochen stammen, besitzen sie einige Gemeinsamkeiten. Sie werden mit Macht, Einfluss und außergewöhnlichen Geschichten verbunden. Während Pharaonen über gewaltige Reiche herrschten und bis heute von einer geheimnisvollen Aura umgeben sind, gelten Piraten und Wikinger als Sinnbilder für Freiheit, Mut und Tollkühnheit. Viele der Geschichten leben bis heute von Legenden und Mythen. Verlorene Schätze, sagenumwobene Grabkammern und spektakuläre Seereisen liefern seit Jahrhunderten schon den Stoff für Erzählungen. Die historischen Vorbilder geraten dabei oft in den Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen Figuren, die größer wirken als das Leben selbst und Raum für Fantasie lassen.

Piraten, Pharaonen und Wikinger tauchen deshalb seit Jahrzehnten in Filmen, Serien, Videospielen und zahlreichen weiteren Unterhaltungsformaten und selbst für Online Slots greif man regelmäßig auf diese Motive zurück. Die Figuren bringen bereits eine Geschichte mit und erzeugen bei jedem von uns ein dazu passendes Bild im Kopf, ohne dass bei uns Nordeuropäern irgendeine lange Erklärungen notwendig wäre.

Symbole ohne Sprachbarrieren

Bei weitem nicht jede Figur der Unterhaltungsindustrie schafft es, über Jahrzehnte hinweg relevant zu bleiben. Manche Helden funktionieren sogar nur in bestimmten Ländern, andere verschwinden nach einigen Jahren wieder aus dem öffentlichen Interesse. Piraten, Pharaonen und Wikinger aber gehören zu der Gruppe Figuren, die praktisch weltweit verstanden werden. Eine Schatzkarte bleibt eine Schatzkarte, eine Pyramide bleibt eine Pyramide. Und auch ein Wikingerhelm ist einfach unverkennbar. Man muss sich nicht einmal besonders für Geschichte interessieren, um mit diesen Bildern etwas anfangen zu können. Das unterscheidet sie von vielen anderen Motiven, die deutlich stärker an eine bestimmte Kultur oder Region gebunden sind.

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Generationen sind mit Piratenfilmen, Geschichten über das alte Ägypten oder Wikinger Legenden aufgewachsen. Die Figuren begegnen uns in Büchern, Filmen, Serien, Comics und Videospielen. Irgendwann werden die Bilder so vertraut, dass sie keiner Erklärung mehr bedürfen. Wer an Piraten denkt, stellt sich nämlich keine komplizierten Handelsrouten oder den Alltag auf See vor. Im Kopf entstehen vielmehr sofort Bilder von Schatzkisten, Kanonen, Papageien, einsamen Inseln und gefährlichen Abenteuern. Bei Pharaonen sind es gewaltige Grabstätten, verborgene Kammern und sagenhafte Reichtümer.

Wikinger stehen für Stärke, Entdeckergeist und den Mut, unbekannte Wege einzuschlagen. Historische Genauigkeit spielt dabei oft nur eine Nebenrolle. Die meisten Menschen suchen keine Geschichtsstunde, sondern wollen unterhalten werden. Piraten, Pharaonen und Wikinger liefern dafür seit Generationen den passenden Stoff. Ihre Geschichten funktionieren in Europa ebenso wie in Amerika oder Asien. Da man schon als Kind mit diesen mystischen Figuren aufwächst, kommt es einem noch nicht einmal seltsam vor, dass sie in Filmen oder Spielen unsere eigene Sprache sprechen statt eine die historisch gesehen besser passen würde.

Alle lieben die starken Figuren

Unterhaltung lebt nicht von gewöhnlichen Menschen. Von denen haben wir schließlich in unserem Alltag schon genügend. Die Entertainment-Figuren, die wirklich im Gedächtnis bleiben, treffen große Entscheidungen, gehen Risiken ein oder bewegen sich in einer Welt, die mit dem Alltag der Zuschauer nur wenig gemeinsam hat. Das gilt nicht nur für historische Figuren. Auch moderne Superhelden, Actionhelden oder Fantasy Charaktere folgen demselben Prinzip. Sie verkörpern Eigenschaften, die bewundert werden oder die man selbst gerne besitzen würde. Mut, Entschlossenheit, Selbstvertrauen oder die Fähigkeit, schwierige Situationen zu meistern.

Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Geschichte im alten Ägypten, in einer Fantasy-Welt oder auf einem fremden Planeten spielt. Menschen interessieren sich für Persönlichkeiten, die aus der Masse herausstechen. Ein gewöhnlicher Arbeitstag liefert keinen Stoff für große Erzählungen. Außergewöhnliche Figuren dagegen schon. Vielleicht erklärt das auch, warum sich die beliebtesten Figuren der Unterhaltungsindustrie über die Jahrzehnte ziemlich wenig verändert haben. Die Kulissen werden zwar moderner, die Technik entwickelt sich weiter und neue Medien kommen hinzu. Die Eigenschaften, die Menschen faszinieren, bleiben dagegen aber eher konstant. Wer Erfolg, Einfluss, Mut oder Abenteuer verkörpert, zieht immer Aufmerksamkeit auf sich. Das galt vor hunderten Jahren und gilt natürlich auch bis heute. Die Namen und Gesichter verändern sich, aber die grundlegenden Muster hinter erfolgreichen Geschichten bleiben am Ende dieselben.

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Bekannte Themen als kalkulierbares Erfolgsmodell

Die Unterhaltungsindustrie investiert jedes Jahr Milliardenbeträge in neue Filme, Serien, Spiele und andere Formate. Entsprechend groß ist das Interesse daran, die Risiken möglichst gering zu halten. Bekannte Themen bieten daher einen entscheidenden Vorteil, denn sie sind bereits etabliert und besitzen ein Publikum, das mit den zentralen Motiven vertraut ist. In einer Branche, in der einzelne Produktionen schnell mal Millionen verschlingen können, wird eben nicht aus reiner Abenteuerlust investiert. Bekannte Themen gelten als verlässlicher, weil sie ihre Attraktivität bereits über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte bewiesen haben. Das macht sie für Studios, Publisher und Produzenten besonders interessant.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jede Produktion automatisch auch erfolgreich wird. Die Wahrscheinlichkeit, Interesse zu wecken, ist jedoch deutlich höher als bei einem völlig unbekannten Konzept. Aus diesem Grund greifen Produzenten regelmäßig auf vertraute Motive zurück und interpretieren sie für neue Zielgruppen neu. Auch wirtschaftlich ergibt das durchaus Sinn. Bekannte Themen lassen sich leichter vermarkten und sprechen häufig mehrere Generationen gleichzeitig an. Eltern kennen die Motive oft bereits aus ihrer eigenen Kindheit, während jüngere Zuschauer ihnen über moderne Filme, Serien oder Videospiele begegnen. Dadurch entsteht praktisch ein Kreislauf, der dafür sorgt, dass Piraten, Pharaonen, Wikinger und auch andere ikonische Motive und Themen selbst nach Jahrzehnten nicht aus der Unterhaltungswelt verschwinden. Das liegt nicht zuletzt an ihrer unfassbaren Flexibilität hinsichtlich Ziel- bzw. Altersgruppen und Genres.

Ein Pirat kann Teil eines familienfreundlichen Animationsfilms sein oder in einer düsteren Abenteuergeschichte auftreten. Wikinger funktionieren als historische Serienfigur ebenso wie als Comic-Charakter. Dasselbe gilt für Pharaonen und die Welt des alten Ägyptens. Die Grundidee bleibt erhalten, während Ton, Zielgruppe und Erzählweise immer wieder neu gestaltet werden können.