Im Großen Garten Dresden sind erste Nester des Eichenprozessionsspinners gefunden worden. Gesichtet wurden sie an den Torhäusern, in der Nähe des Botanischen Gartens und des Carolaschlösschens.
Inzwischen haben Mitarbeiter einer Spezialfirma die Nester abgesaugt. Weitere Vorkommen des Eichenprozessionsspinners werden im ganzen Park erwartet. Wer die Raupen und deren auffällige Gespinste im Großen Garten entdeckt, sollte unbedingt die Schlösserverwaltung Sachsen (grosser.garten@schloesserland-sachsen.de) informierten.
Warum sind die Raupen gefährlich?
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter (Flugzeit Juli bis September) aus der Familie der Zahnspinner. In Deutschland sind infolge von Massenvermehrungen mittlerweile alle Bundesländer von ihm besiedelt. Die Raupen des Spinners finden sich hauptsächlich an Eichen, gelegentlich aber auch an einigen anderen Baumarten, insbesondere an der Hainbuche. Befallen werden vor allem einzeln stehende Bäume oder solche am Waldrand (besonders an der wärmebegünstigten Südseite). Gefährlich werden die Raupen, weil ihre sogenannten Brennhaare ein Nesselgift enthalten, das allergische Reaktionen wie Hautausschläge und Atemwegsprobleme auslösen kann – und zwar nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Hunden und Katzen.
Die Raupen kriechen bei Ortswechseln übrigens gerne kollektiv in einer oder mehreren dicht beieinander liegenden Reihen – ähnlich einer kirchlichen Prozession von Menschen. Davon leitet sich ihr Name ab.